Bad Oldesloe : Schlüssel zum Ehrenamt

Der handgefertigte „Silberne Ehrenschlüssel“ soll am Sonntag einem Ehrenamtler überreicht werden
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Der handgefertigte „Silberne Ehrenschlüssel“ soll am Sonntag einem Ehrenamtler überreicht werden

Die Stadt Bad Oldesloe will beim Neujahrsempfang eine wertvolle Auszeichnung vergeben.

Andreas Olbertz. von
06. Januar 2015, 10:42 Uhr

Am Sonntag lädt die Stadt Bad Oldesloe ab 11 Uhr zum Neujahrsempfang ins Bürgerhaus ein. Bei der Gelegenheit soll … ja, was eigentlich? Eine alte Tradition wiederbelebt werden? Nein, das trifft es nicht. Eine neue Tradition begründet werden? Eigentlich auch nicht richtig. Es soll ein Ehrenamtler für sein Engagement ausgezeichnet werden.

Aber nicht nur mit Händedruck und warmen Worten wie im vergangenen Jahr. Nein, die Person soll einen extra angefertigten „Ehrenschlüssel“ aus Silber bekommen. Die Idee ist nicht neu: Zum 750-jährigen Stadtbestehen erhielten 1988 fünf Oldesloer als Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement die Auszeichnung bereits: Ehrenbürger Walter Busch, Storchenvater Hermann Wulf, Kulturhofgründer Manfred Brembach, Barbara Schleeth von der Migrationsberatung und Rita Wegner. „Eine Form der Auszeichnung, die zu Bad Oldesloe passt, nicht nur weil der Schlüssel Bestandteil des Stadtwappens ist, sondern symbolisch auch als Türöffner für den Einsatz zum Wohle anderer dient“, findet Bürgerworthalter Rainer Fehrmann und wiederbelebt deshalb mit Bürgermeister Tassilo von Bary die Schlüsselvergabe.

Um bei der Auswahl des zu Ehrenden unabhängig von irgendwelchen Gremien zu sein, haben sich Fehrmann und von Bary einen Sponsor gesucht. Die Sparkasse finanziert den von einem Oldesloer Juwelier gemachten Schlüssel aus Sterlingsilber in diesem Jahr. „Da kommt etwas zusammen“, sagt der Bürgerworthalter: „Er ist zwölf Zentimeter lang, das ist eine Hausnummer, der hat seinen Wert.“

Wer der Preisträger sein wird, ist noch streng geheim. „Wichtig ist uns, dass wir gemeinsam mit dem Partner jemanden mit dem ‚Silbernen Ehrenschlüssel‘ auszeichnen, die oder der sich langfristig engagiert hat und dabei nicht unbedingt im Vordergrund gestanden hat“, sind sich die beiden Stadtrepräsentanten einig. Nicht mal der Ehrenamtler selber wisse, was ihn erwartet. „Die Person weiß nur, dass sie zum Neujahrsempfang kommen soll“, mehr will Rainer Fehrmann nicht verraten.

„Die Idee ist, zukünftig jährlich einen Schlüssel zu vergeben“, sagt der Bürgerworthalter: „Wenn es nicht wieder zerredet wird.“ Dabei soll der Sponsor allerdings jährlich wechseln, um auch anderen Unternehmen eine Möglichkeit zu geben, ihre Verbundenheit mit der Stadt und deren Ehrenamtlern zum Ausdruck zu bringen. Für 2016 gebe es bereits einen Interessenten.

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