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Bargteheide : Schlappe für Bürgerinitiative Gegenwind

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Viel Zeit haben sie nicht gewonnen: Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat einen Antrag der Bargteheider Windparkgegner im Eilverfahren abgelehnt.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Die Bürgerinitiative Gegenwind Bargteheide hat im Kampf gegen den geplanten Bürgerwindpark eine weitere Karte ausgespielt und beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig Antrag auf vorläufige Außervollzugsetzung des Regionalplans 1 gestellt. Laut Plan sind auf der gut 20 Hektar großen Windeignungsfläche 246 am Glindfelder Weg drei bis zu 196 Meter hohe Windkrafträder vorgesehen. Mit dem Antrag habe die BI „Zeit gewonnen und muss abwarten, bis das Gericht ihren Antrag geprüft hat“, so Helga Dorer von der Initiative.

Viel Zeit wurde nicht gewonnen. Denn der OVG-Beschluss folgte im Eilverfahren. Der 1. Senat hat den Antrag abgelehnt. „Der Beschluss ist unantastbar“, hieß es dazu gestern in Schleswig. Die ausgespielte Karte stach somit nicht. Die BI hat in diesem Fall verloren. Zur Begründung erklärte der 1. Senat des OVG unter anderem: Es drohten keine außergewöhnlichen und schwerwiegenden Nachteile für den Antragsteller. Das Gelände am Glindfelder Weg liege im so genannten Außenbereich und sei von Anliegern 950 bis 1300 Meter entfernt.

Auch wenn – wie berichtet – noch zwei Normenkontrollklagen anhängig sind, ist Bargteheides Bauamtschef Jürgen Engfer frohen Mutes und geht von einer Baugenehmigung durch die zuständige Behörde – das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) – aus. „Alle Unterlagen liegen dem LLUR vor“, erklärte Engfer. Das Landesamt will bis spätestens 27. November eine Entscheidung zum Bauantrag für den Windpark fällen.

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