Schildbürgerstreich? Nein, Vorschrift

Eine Hilfe für Sehbehinderte? Der Haltestellenmast steht direkt im Leitstreifen. Das könnte zu Kollisionen führen.
Eine Hilfe für Sehbehinderte? Der Haltestellenmast steht direkt im Leitstreifen. Das könnte zu Kollisionen führen.

shz.de von
06. Juni 2014, 12:33 Uhr

Da reibt man sich doch verwundert die Augen. An der neuen Bushaltestelle in Grabau am Dorfplatz gibt es einen aus grauen Platten gebauten Warteplatz mit einem Leitstreifen für Sehbehinderte. Der Streifen besteht aus weißen speziell geriffelten Fliesen. Neuerdings steht mitten in diesem Leitstreifen das Bushaltestellenschild.

Was zunächst wie ein Schidlbürgerstreich anmutet – schließlich werden Sehbehidnerte ja quasi direkt gegen diesen Mast geführt – ist angeblich extra so gemacht worden. „Zunächst stand der Mast am Rand der Bushaltestelle. Das wurde vom Kreis moniert. Er musste auf den Leitstreifen versetzt werden“, erklärt Bürgermeister Hans-Joachim Wendt. Das bestätigte auch Norbert Guttau von der Autokraft. „Es ist eine EU-Vorschrift, dass der Mast auf dem Leitstreifen stehen muss“, betont der Fahrdienstleiter. Dadurch, dass das Haltestelleschild auf dem Rubbelstreifen steht, würden die Sehbehinderten besser erkennen, dass es sich um eine Bushaltestelle handelt. Sie werden dann direkt zum Eingang des haltenden Busses geleitet.

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