Trittauer Wasserspiel : Schaumdusche gefällig!?

Wie begossene Pudel ...:  Ruckzuck sind Sönke Brauns, Denis Vossen, Philipp Becker und Patrick Nehmzow  eingeschäumt.
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Wie begossene Pudel ...: Ruckzuck sind Sönke Brauns, Denis Vossen, Philipp Becker und Patrick Nehmzow eingeschäumt.

„Cold Water Challenge 2014“ zieht immer mehr in den Bann. Ein Videoclip der Rettungswachen Trittau und Neuschönningstedt wird zum Renner.

shz.de von
10. Juni 2014, 11:11 Uhr

– Nicht nur die Feuerwehren, auch der Rettungsdienst hat sich von der „Cold Water Challenge“ anstecken lassen. Jetzt drehten Mitarbeiter der Rettungswachen Trittau und Neuschönningstedt in ihrer Freizeit ein Video, nachdem sie von den Kollegen aus Reinfeld und Bad Oldesloe nominiert worden waren.

Völlig entspannt sitzen die Rettungsassistenten Sönke Brauns, Denis Vossen, Philipp Becker und Patrick Nehmzow in ihren Liegestühlen im Garten, lesen Zeitung und trinken Kaffee. Plötzlich liest Kollege Dominik Otto laut vor, dass die Truppe soeben für eine Challenge nominiert sei. „Was, was sind wir?“

So schnell wie die Zeitung vor dem Gesicht verschwindet, so schnell kippt auch der Kaffee aus dem Becher über die Klamotten. Und ehe sich die vier Sanitäter versehen, kommt die Schaumdusche von oben. Bei Temperaturen um die 25 Grad eine willkommene Abkühlung, die auch gleichzeitig reinigende Wirkung hat. Und als wäre das alles noch nicht genug, zaubern die vier Unerschrockenen noch jeder eine Shampooflasche hervor und waschen sich munter die Haare. Vorher aber fanden Denis Vossen und Philipp Becker noch Zeit, um wie kleine Kinder genussvoll Seifenblasen zu produzieren.

Für Dominik Otto schien es ein ruhiger Nachmittag in der Sonne zu werden, denn er war schließlich nur für die An- als auch die Abmoderation vorgesehen. Den ersten Teil bewältigte er noch locker vom Stuhl aus, begoss zwei Plastiktierchen aus einer kleinen Kindergieskanne mit Wasser. Bei der Abmoderation stellte er sich dann direkt vor seine Kollegen, um mit den Rettungswachen Mölln, Ratzeburg und Stemwarde gleich noch die nächsten Kandidaten zu nominieren. Das hatte er kaum zu Ende gesprochen, als er dann selbst „zum Opfer“ wurde und eine komplette Schaumdusche über sich ergehen lassen musste. Mit diesem Abgang aus dem Clip, der binnen allerkürzester Zeit bereits mehrere hundert Mal angeklickt wurde, hatte er selbst nicht gerechnet. Seine vier Kollegen hingegen amüsierten sich königlich.

Und sowohl beim Rettungsdienst als auch bei den Feuerwehren gehen die Nominierungen munter weiter. Zwar hatte sich der Landesfeuerwehrverband in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Feuerwehrunfallkasse gegen solche Challenges ausgesprochen, doch die meisten Feuerwehren lassen sich nicht davon beeindrucken oder gar abhalten.

Der Sicherheitsbeauftragte des Kreisfeuerwehrverbandes Stormarn, Jan-Peter Struck, aus Bad Oldesloe sagte: „Die Aussage, dass das ein Imageschaden für die Feuerwehren sei, halte ich für absoluten Quatsch. Und wenn man in Kiel behauptet, dass sich viele Menschen über die Nutzung von technischem Gerät und Einsatzkleidung beschwert hätten, die ja von öffentlichen Geldern bezahlt und hier „zweckentfremdet“ benutzt würden, halte ich für eine Erfindung der Feuerwehrunfallkasse.“ Allerdings wies Struck auch darauf hin, dass der jeweilige Wehrführer in der Verantwortung stehe und dass die Teilnehmer nichts machen dürften, was Menschen gefährde oder Material beschädige.



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