Bad Oldesloe : Schanze steht auf der Kippe

Was tun? Dem Nachbarschaftstreff brechen in naher Zukunft die Fördergelder weg.
Was tun? Dem Nachbarschaftstreff brechen in naher Zukunft die Fördergelder weg.

Die Fördergelder laufen aus: Wie geht es weiter mit dem beliebten Nachbarschaftstreff am Schanzenbarg?

shz.de von
03. Juli 2018, 06:00 Uhr

Wie geht es weiter mit der Finanzierung des Nachbarschaftstreffs Schanze am Schanzenbarg? Gemeinsam mit der evangelischen Stiftung Alsterdorf (Q8) entstand in dem Oldesloer Stadtteil – in dem 2600 Menschen leben darunter 560 Kinder und ungefähr 400 Menschen im Rentenalter – in den vergangenen Jahren der mittlerweile etablierte und beliebte Treffpunkt, der zahlreiche Aktionen anbietet. Es ist der einzige organisierte Treff im Viertel. Seine Notwendigkeit hatte sich durch Evaluation mit unterschiedlichsten beteiligten Akteuren ergeben.

Aktuell finanziert die Stadt den Treff mit 7100 Euro im Jahr. Hinzu kommen 1000 Euro, mit denen sich die Stadt an der jährlichen Miete beteiligt. Den größten Anteil der Finanzierung übernimmt momentan die Aktivregion „Holsteins Herz“. Aus diesem Topf fließen für den Zeitraum 2016 bis 2019 insgesamt knapp 130 000 Euro. Diese Förderung endet allerdings – ähnlich wie beim Abenteuerspielplatz Erle (wir berichteten ) – im Juli 2019 und reißt damit ein großes Loch in die Finanzierung.

Eine Fortsetzung der Förderung durch die Aktivregion ist ausgeschlossen. Auch Q8 wird sich nach der Initiierungsphase, wie geplant, aus der Mitfinanzierung verabschieden. Da es dem Verein noch nicht gelungen ist, neue Kooperationspartner zu finden, könnte der Treffpunkt ab nächstem Sommer tatsächlich Geschichte sein. Der Sachbereich Jugend signalisierte die Möglichkeit, zumindest einen Teil der Kinder- und Jugendangebote abzusichern und weiterzuführen. Sollte es keine neue Finanzierungsmöglichkeit geben, würden allerdings die Angebote des Nachbarschaftszentrums und der komplette Erwachsenenbereich entfallen.

Die Mitglieder des Sozialausschusses haben daher die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit dem Verein Möglichkeiten einer Anschlussfinanzierung des Nachbarschaftstreffs auszuloten und dem Ausschuss im September die Ergebnisse zu präsentieren. Ein kompletter Wegfall des gerade erst etablierten Treffpunkts, der von allen Fraktionen auch als wichtig angesehen wird, müsse verhindert werden.

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