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Bad Oldesloe : Schanze – Auf gute Nachbarschaft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der neuer Treffpunkt am Schanzenbarg wurde jetzt eingeweiht. Der Umbau des ehemaligen Supermarkts am Oldesloer Schanzenpark wurde durch Freiwillige, Spender und Stiftungen finanziert.

„Die Oldesloer haben den Beweis erbracht, dass sich Menschen helfen, sich gegenseitig unterstützen und dass ihnen ihre Nachbarschaft nicht egal ist“, lobte Birgit Schulz, vom Vorstand der evangelischen Stiftung Alsterdorf. Sie war gestern zur Einweihung des neuen Nachbarschaftstreffs „Schanze“ nach Oldesloe gekommen.

Weil es bei der Feier so voll war, konnten die Besucher von den neuen Räumen kaum etwas sehen. Nichts erinnert mehr an den feuchtkalten, ehemaligen Supermarkt am Schanzenbarg. Dort sind jetzt helle, freundliche Büros entstanden, ja sogar eine behindertengerechte Toilette konnte gebaut werden.

Möglich wurde das in den vergangenen anderthalb Jahren durch ein besonderes Projekt: „Unternehmen und Stiftungen für die soziale Quartiersentwicklung“ lautet der Titel im Rahmen des Forschungsprojekts „experimenteller Wohnungs- und Städtebau“, hinter dem das Bundes-Bauministerium steht. Angesichts leerer staatlicher Kasse geht es salopp formuliert darum, Bürger, Unternehmen und Stiftungen für die Quartiersentwicklung zu gewinnen. Karin Heinzen von der Stadtverwaltung und Maria Herrmann, Q8-Projektleiterin, sind die führenden Köpfe hinter dem Projekt. Innerhalb von nur vier Wochen mussten sie den Projektantrag stellen, zwei Wochen später kündigten sich Vertreter der Bundesbehörde zu einem Ortstermin an. „Es ist nicht das übliche Vorgehen, dass die Stadt ohne Mittel ins kalte Wasser springt“, lobte Maria Herrmann die Oldesloer Verwaltung. Zusammen mit Karin Heinzen ist es ihr gelungen, eine Vielzahl freiwilliger Helfer, Handwerker, Spender und Stiftungen für die Schanze zu begeistern. Und das alles binnen kürzester Zeit. „Die Schanze ist ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen“, freute sich Birgit Schulz: „Und wir sind hier noch lange nicht am Ende.“

Ein örtlicher Tischler spendete Fenster, Inihäusler schlugen Fliesen ab und rissen Wände ein, eine Ausbildungs-Initiative der Malerinnung kümmerte sich um die Innengestaltung, zahlreiche Nachbarn packten immer wieder mit an. Vom Spendenparlament über den Lionsclub bis zu diversen Stiftungen floss Geld für den Umbau in das Projekt. Birgit Schulz sprach in diesem Zusammenhang von einer Patchwork-Finanzierung. Maßgeblich ist auch die Stiftung Nordmetall darin eingebunden, die neben Alsterdorf zu den Projektpartner von Q8 gehört.

Diverse Kooperationspartner sind an Schanze beteiligt und machen regelmäßige Angebote: Bernd Neppeßen mit Sport vor Ort richtet beispielsweise Fitnesskurse aus, die Oase einen Kinderwagentreff, der Ausbildungsverbund ist mit Energieberatern vor Ort und Tohus bietet jeden Freitagnachmittag ein Nachbarschaftscafé.

 

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