Satter Klangstadt-Rock am Badesee

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600 Gäste am Sonnabend und 400 Zuhörer lockte das Klangstadt-Festival gestern an: Damit waren die Veranstalter mehr als zufrieden.

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13. Juli 2009, 11:28 Uhr

Bad Oldesloe | Als gegen viertel nach sieben die "Puppies On Acid" ihren Auftritt auf der Klangstadt-Bühne am Poggensee starteten, kam die langsam untergehende Sonne noch ein letztes Mal hervor und tauchte die Rock-Szene von Klangstadt am Freibad in ein goldenes Licht. Ebenso zurückhaltend wie der Sonnenschein an diesem ersten Festival-Tag entwickelte sich auch die Anzahl der Besucher. Zunächst hatten sie nur zögernd den Weg an den Poggensee gefunden, um sich an zwei Tagen dem Genuss der insgesamt 30 Auftritte auf zwei Bühnen zu widmen.

Die Musikschule Bad Oldesloe hatte nach der Eröffnung durch Bürgermeister von Bary den Anfang gemacht. Auch die drei Mitglieder von "Jauckr" einer Rock-Band aus Oldesloes französischer Partnerstadt Olivet, hatten den Ort des Geschehens nach zwölfstündiger Autofahrt glücklich erreicht: "Wir sind hier sehr herzlich aufgenommen worden und danken den Veranstaltern für die Einladung ," sagten Melanie Soulier, Dominique Dusean und Benjamin Campion.

Nach ihrem Auftritt konnten die drei "French-Rocker" im Backstage-Bereich verdient chillen. Währenddessen bekamen vorne unter anderem "Empire of Cocks", die "X-Rax-bees" "Martin und Basti" trotz kräftiger Regenschauer reichlich Applaus von gut gelaunten Zuschauern, die sich eher unter den Zeltdächern von Bier- und Grillständen als vor den beiden Bühnen aufhielten. Manche der rund 40 Zeltbewohner gleich nebenan hatten es sich, statt auf der Wiese zu stehen, in ihrer Behausung gemütlich gemacht und hörten von der Isomatte aus zu. Andere hatten noch alle Hände voll mit dem Aufbau zu tun. Student Benjamin Schröder und sein Freund Oliver waren gerade erst aus Kiel und Hannover angereist. Benjamin Schröder: "Wir sind alte Oldesloer und kennen den Poggensee noch aus der Kindheit." Nicht nur diese beiden waren etwas enttäuscht darüber, dass das Planschen entgegen der Ankündigung der Veranstalter nun offenbar doch nicht möglich war. Der gesamte Badebereich war durch rotweiße Bänder abgetrennt. "Vielleicht lässt sich da ja später noch was machen", hofften sie.

Vorher animierten die Aufritte von "Skin Diary", "B.I.S.T" und"Dog Hill Session" die inzwischen auf rund dreihundert angewachsene Zuschauermenge zum Tanzen und Feiern bis tief in die erste Festival-Nacht. Die Stimmung war ausgelassen und friedlich, sodass auch die Helfer des Roten Kreuzes bis auf einige Pflaster keine Arbeit bekamen. "Das ging hier bis tief in Nacht", sagte ein Mitglied der Klangstadt-Crew. "Bei so einer Resonanz kann uns gar nichts mehr passieren."

Trotz relativ kurzer Ruhephase fand das für 10 Uhr früh anberaumte Frühstück schon wieder seine Fans. Und auch der Shantychor hatte zu seinem ersten Auftritt gegen 11.30 einige Dutzend zum Teil ältere Zuschauer an den Badesee gelockt. Der wurde am zweiten Open-Air-Tag - dank des Stadtwerke-Bademeisters - von den Open-Air-Teilnehmern tatsächlich für das ein oder andere Bad genutzt.

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