Sattelzug mit 25 Tonnen Öl kippt auf Autobahn um

Der Fahrer dieses Sattelzuges, der bei Reinfeld umgekippt war, erlitt schwere Kopfberletzungen Foto: mun
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Der Fahrer dieses Sattelzuges, der bei Reinfeld umgekippt war, erlitt schwere Kopfberletzungen Foto: mun

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20. April 2009, 10:16 Uhr

Reinfeld | Der 53-jähriger Fahrer eines Sattelzuges aus Mazedonien wollte zur Fähre am Skandinavienkai, als kurz hinter Reinfeld das Unglück geschah: Aus ungeklärter Ursache kam der Lkw gegen 4 Uhr am Sonnabend auf der A1 von der Fahrbahn ab, pflügte mehrere hundert Meter durch die Bankette und kippte schließlich um. Der 53-jährige Fahrer erlitt schwere Kopfverletzungen. Ob Lebensgefahr besteht, war zunächst nicht bekannt. Sein 32-jähriger Mitfahrer und Eigentümer des Sattelzuges lag zum Unfallzeitpunkt in der Koje der Zugmaschine und schlief. Er blieb bei dem Unfall unverletzt. Während Zugmaschine und Auflieger halb auf dem Standstreifen und halb auf dem Grünstreifen lagen, war die gesamte Ladung samt Aufbau des Aufliegers im Grünstreifen neben der Autobahn gelandet. Insgesamt hatte der Sattelzug 25 Tonnen verschiedene Öle (Motoröl, Getriebeöl usw.) sowohl in Fässern als auch in handelsüblichen Plastikkanistern geladen.

Die Feuerwehr Reinfeld rückte mit 15 Mann an und streute das Öl, das aus den

teilweise aufgeplatzten Fässern und Plastikkanistern auf die Fahrbahn gelaufen war, mit Bindemittel ab. Durchgeweichte Kartonagen wurden eingesammelt und verölte und geplatzte Kanister in große Müllbeutel gestopft. Die Beamten der Autobahnpolizei Bad Oldesloe forderten das Umweltamt an. Der Mitarbeiter des Amtes sollte sich einen Überblick verschaffen und entscheiden, in welchem Umfang im Bereich der Unfallstelle eine Reinigung und gegebenenfalls ein Bodenaustausch vorgenommen werden muss. Die Mitarbeiter eines Lübecker Abschlepp- und Bergungsunternehmens demontierten

am verunglückten Lkw zunächst die Kardanwelle aus, um den Lastzug schleppen

zu können. Dann richteten sie Zugmaschine und Auflieger wieder auf und schleppten das Gespann von der Autobahn. Eine Spezialfirma wurde mit der

Entsorgung der öligen Ladung beauftragt.

Die Höhe des Schadens wird zur Zeit auf mehr als 100000 Euro geschätzt.

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