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Trittau : Sanierungsvarianten in der Diskussion

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vorschläge fürs Freibad: Folie, Edelstahlbecken, Breitrutsche und Sonnendeck.

Jetzt wird das Thema Freibadsanierung angegangen. Der Bauausschuss beschäftigt sich in seiner nächsten Sitzung am morgigen Donnerstag mit den verschiedenen Varianten des Sanierungskonzepts. „In der Gemeindevertretersitzung am 26. März wird dann über eine Variante entschieden, anschließend erfolgt im Mai die Bürgerbeteiligung in Form einer Befragung oder einer Einwohnerversammlung“, so Bürgermeister Oliver Mesch. Zuvor berechnet im April ein Ingenieur die Kosten – im Moment sind es nur Schätzungen –, sodass Ende Mai endgültig entschieden werden kann. Baubeginn soll im August nach Ende der Badesaison sein, die eventuell verkürzt wird, damit 2016 alles fertig ist.

Die von der Verwaltung erarbeiteten Sanierungsvarianten unterschieden sich zunächst grundsätzlich in der Wahl des Materials. Folienauskleidung wie im Bestand für geschätzte 702  000 Euro oder Edelstahlauskleidung für 1,3 Millionen Euro bei gleicher Beckengröße ist die teuerste Variante. Der finanzielle Vorteil der Folie wandelt sich schnell in einen Nachteil, da sie nur ungefähr 20 Jahre hält und dann wieder erneuert werden müsste.
Zudem stehen die Varianten Beckenverkleinerung oder Erhalt zur Debatte. Das jetzige Nichtschwimmerbecken könnte im Fall der Verkleinerung im abknickenden Teil zugeschüttet und dafür der Nichtschwimmeranteil im Becken vergrößert werden.

„Untersuchungen haben ergeben, dass der Nichtschwimmerteil mehr genutzt wird als der Schwimmer, da viele Menschen gar nicht schwimmen können“, so Mesch. Dadurch würde die 50 Meter Bahn nur noch an einer Seite aufrecht erhalten werden. Ins Gewicht fallen hier auch gesparte Folgekosten für das Aufheizen des Wassers.

Zudem stehen Zusatzoptionen wie Beckenabdeckung, Breitrutsche und Sonnendeck mit Wasserattraktion und Brücke mit Kosten zwischen 75  000 und 305  000 Euro zur Diskussion.

Bürgermeister Oliver Mesch hofft auf Fördermittel aus dem Landesprogramm zur Sanierung von Schwimmstätten, das im Frühjahr aufgelegt wird. Bis zu 250  000 Euro Zuschuss sind möglich. Er verheimlicht auch nicht, dass zur Finanzierung auch der Folgekosten des Freibads eine Erhöhung der Grundsteuer von 380 auf 390 Prozent möglich ist. „Bei so einem großen Projekt müssen sich alle darüber klar werden, was das kostet und die Bürger sollen mitentscheiden. Das ist mir ganz wichtig“, so Mesch. Das Freibad produziert im Schnitt jährlich ein Defizit von 250  000 Euro. Die Kostendeckung liegt bei 23 Prozent.

Die Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag, 5. März, beginnt um 19.45 Uhr im großen Sitzungssaal der Verwaltung. Die Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 26.März beginnt um 19.30 Uhr.

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