Klein Wesenberg : Sanierung in kleinen Schritten

Hilde Möller, Klaus-Rainer Martin und Heike Kirschke (r.) vom Bauverein packen selbst kräftig bei der Sanierung mit an.  Foto: fsh
Hilde Möller, Klaus-Rainer Martin und Heike Kirschke (r.) vom Bauverein packen selbst kräftig bei der Sanierung mit an. Foto: fsh

Bauverein bittet um weitere Spenden und hat ein Kirchencafé eingerichtet

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20. April 2013, 08:58 Uhr

Klein Wesenberg | Immer mehr Menschen aus dem Kirchspiel bekennen sich zu ihrer Kirche. Denn, so Pastor Erhard Graf: "Die Kirche ist nicht nur den Klein Wesenbergern wichtig. Sie ist der kulturelle Mittelpunkt unser gesamten Gemeinde." Um die notwendigen Sanierungsarbeiten verwirklichen zu können, wurde im November 2011 ein Kirchenbauverein gegründet. "Wir kommen in kleinen Schritten voran und geben nicht auf", betont Vorsitzender Klaus-Rainer Martin. Die anfängliche Zahl von 14 Mitgliedern sei inzwischen auf 38 angestiegen. 1000 Euro Spendengelder konnten Ende 2012 auf dem Baukonto verzeichnet werden. "Da wir die erforderlichen Summen für die weitere Restaurierung natürlich nicht sofort zusammen bekommen, wird alles peu à peu in Angriff genommen", so Martin: " Viel wird von uns in Eigenregie gemacht."

Mit Hilde Möller, Heike Kirschke und Pastor Erhard Graf als ehrenamtliche Helfer startete der Verein jetzt mit kleineren Arbeiten im Kirchenschiff durch, um ein Kirchencafé neu einzurichten. Die Ehrenamtlichen schleppten eine alte Kirchenbank ins Freie, räumten Stühle und Tische weg, um Platz für Stehtische zu machen.

Klaus-Rainer Martin machte sich anschließend daran, Risse im Mauerwerk zu verspachteln, während die beiden Klein Wesenbergerinnen die Kirchenbank schrubbten. "In so einem alten Gebäude gibt es immer etwas zu tun", sagt Martin. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten am Dach ist ein Kostenaufwand von mindestens 240 000 Euro für weitere Arbeiten erforderlich. Die Eigenmittel der Gemeinde sind längst aufgebraucht.

"Wir sind daher weiterhin auf Spenden angewiesen", betont Graf. Das durchfeuchtete Fundament muss trocken gelegt und weiteres Eindringen von Nässe verhindert werden. Drei Kirchenfenster, der Glockenstuhl und die Turmuhr bedürfen einer dringenden Restaurierung. Ebenso stehen Malerarbeiten im Kircheninneren an. Pastor: "Wenn das erledigt ist, kommt noch die Reinigung der Orgel hinzu."

Um die Außenanlagen kümmern sich die Mitglieder des Bauvereins. Im Sommer wollen sie das Erdreich abschrägen, damit das Wasser besser ablaufen kann und keine weiteren Feuchtigkeitsschäden am Gotteshaus entstehen können. "Unser erster sichtbarer Erfolg bei unseren Bemühungen um Fördermittel: Die Fielmann-Stiftung sponsert uns die Bepflanzung", freut sich Martin. Immerhin hat der Bauverein 52 Stiftungen mit der Bitte um Fördermittel angeschrieben. Zwei würden im Laufe dieses Jahres noch über ihre Mittelvergabe entscheiden. Martin: "Da bleibt uns noch ein kleines Fünkchen Hoffnung."

Geplant sind auch Benefiz-Veranstaltungen gemeinsam mit dem Verein "Musik vor Ort". Jedes Jahr einen kleinen Schritt bei der Sanierung vorankommen - etwas anderes bliebe der kleinen Gemeinde nicht übrig. "Aber Pastor Graf und ich haben als Langstreckenläufer Geduld, Engagement und Ausdauer. Das kriegen wir gemeinsam mit dem Bauverein schon hin", blickt der Ehrenamtler positiv in die Zukunft.

Neue Unterstützer im Verein sind willkommen und können sich bei Klaus-Rainer Martin unter der Telefonnummer (04533) 46 96 melden.

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