zur Navigation springen

Ahrensburger Parkhausproblem: : Sanierung Alter Lokschuppen beginnt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadt sucht immer noch Ausweichparkplätze und Politik weiß noch nicht, ob die Fläche an der Reitbahn kostenlos sein soll

Ab Dienstag nach Ostern ist das Parkhaus „Alter Lokschuppen“ mit seinen 360 Stellplätzen komplett geschlossen, weil die Sanierung beginnt. Rund 7000 Quadratmeter Betonflächen müssen abtragen und erneuert werden. Das kostet nicht nur knapp 2,5 Millionen Euro, das dauert auch: voraussichtlich bis Ende Oktober.

Der Großteil des Geldes, 1,5 Millionen Euro, kommt von der Verkehrsservicegesellschaft Schleswig Holstein (LVS). Mit 50  000 Euro beteiligt sich das Bundesumweltministerium. Wegen der hohen Kosten hatte die Stadt die Sanierung mehrere Jahre vor sich her geschoben. Wenn nichts getan wird, könnte das Parkhaus mittelfristig seine Standsicherheit verlieren, weil die Stahl-Bewehrung im Beton durch Tausalz geschädigt ist.

Der schadhafte Beton wird mit dem hohen Druck eines Wasserstrahls entfernt. Wenn der Strahl auf Stellen mit geringer Festigkeit trifft, könnte er sogar durch die Betondecke schlagen. Sich dort aufzuhalten wäre lebensgefährlich. Zudem bilden sich beim Strahlen feinste Wassertröpfchen mit Betonmehl, die den Lack von Fahrzeugen beschädigen würden. Nach dem Entfernen des alten Betons sollen ein Spezialmörtel und eine Beschichtung verhindern, dass erneut Wasser eindringen kann.

Die Frage, wo die Pendler bis Oktober parken sollen, beschäftigt Verwaltung und Politik schon länger. Bislang ohne Ergebnis. Die Stadt versucht, in Frage kommende Flächen in der Nähe des Bahnhofs anzumieten, die als kostenloser Parkraum dienen können. „Leider gibt es noch kein Ergebnis“, sagt Rathaus-Sprecherin Imke Bär, „es gibt zu viele ungeklärte Fragen.“

Die Entscheidung, ob man während der Bauzeit auf Gebühren für die mehr als 300 Stellplätze an der Alten Reitbahn verzichtet, wurde von der letzten Stadtverordnetenversammlung auf den Bau-Ausschuss am Mittwochabend verschoben.

Das wäre gerade noch rechtzeitig gewesen – aber es gibt Beratungsbedarf. Den meldeten CDU und WAB an, wobei die WAB eher für als gegen Gebühren ist. Ausschussvorsitzender Hartmut Möller wies auf den Start der Bauarbeiten am Dienstag hin. Als SPD-Fraktionsvorsitzender war ihm das aber eher recht: „Wir sind selbst unschlüssig.“

So bleibt den Pendlern nur die städtische Empfehlung, während der Sanierung auf Fahrrad oder Bus umzusteigen. Wer nicht aus Ahrensburg kommt, könne „statt am Bahnhof in der Nähe einer Bushaltestelle parken.“ Schließlich seien die Stadtbus-Linien auf die Züge des Regionalverkehrs in Richtung Hamburg abgestimmt.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen