Bad Oldesloe : Sabine Tiedtke beim Sommerfest des Bundespräsidenten

Sabine Tiedtke ist beim Bundespräsidenten eingeladen.
Sabine Tiedtke ist beim Bundespräsidenten eingeladen.

Die Vorsitzende des Vereins „Lebensweg“ zur Schaffung eines stationären Hospitzes ist ins Schloss Bellevue eingeladen.

Andreas Olbertz. von
29. Juli 2015, 06:00 Uhr

Da hat Sabine Tiedtke beim Blick in ihren Briefkasten nicht schlecht gestaunt: Ein Brief mit gestanztem goldenen Adler. Das Erstaunen wich dann heller Freude, als die Vorsitzende des Vereins Lebensweg das Kuvert öffnete. Bundespräsident Joachim Gauck bittet Sabine Tiedtke nebst Begleitung am 11. September um 17 Uhr ins Schloss Bellevue zum Sommerfest. „Eigentlich hatten wir da Urlaub geplant“, verrät sie, doch der müsse nun warten.

Sabine Tiedtke engagiert sich für die Gründung eines stationären Hospizes in der Stadt. Mit scheinbar unerschöpflichem Elan treibt sie diese Vision voran. Für dieses Engagement wurde sie von den Lesern des Stormarner Tageblatts bereits zum Mensch des Jahres gewählt.

„Meine Freundinnen haben mir schon prophezeit. Da dass ich da wohl ein neues Kleid brauche“, sagt Sabine Tiedtke, die bei aller Freude über die Einladung ihr Ziel nicht aus den Augen verliert und neue Chancen wittert: „Wer weiß, wem ich da alles begegne. Das öffnet bestimmt Türen.“

Das Projekt nimmt ordentlich Fahrt auf. Eine Spenderin möchte dem Verein ein Grundstück für den Bau eines Hospizes schenken. Doch die idyllische Fläche vor den Toren der Stadt darf nicht bebaut werden – das hat sich nach Terminen im Kieler Ministerium mittlerweile zweifelsfrei ergeben. Es war ein herber Rückschlag für die Vereinsmitglieder. Intensiv wurde nach einer Alternative gesucht. Kurzfristig war auch das Schwesternwohnheim auf dem Krankenhausgelände Teil der Überlegungen. Doch auch diese Variante hat sich zerschlagen.

Trotzdem bekommt Lebensweg das Grundstück am Schwarzen Damm geschenkt. Das Hospiz soll allerdings, das steht inzwischen fest, im Gewerbegebiet am Sandkamp entstehen. In einem Tausch mit der Stadt gegen das andere Grundstück. Ein Wertausgleich müsste natürlich noch finanziert werden, doch auch dieses Problem hat Sabine Tiedtke gelöst, wie sie mitteilt: „Wir haben zwei größere Stifter, mit denen wir das Grundstück kaufen könnten.“

Vermutlich, aber da sind die Beratungen und Überlegungen noch nicht abgeschlossen, soll Lebensweg eine Stiftung werden. Den Hospiz-Betrieb könnte dann eventuell eine gemeinnützige GmbH übernehmen oder ebenfalls die Stiftung.

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