zur Navigation springen

Erste Schätzung : S4-Bau auf 630 Millionen geschätzt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer legen belastbare Kostenschätzung für den Bau einer S-Bahn bis Bad Oldesloe vor. 2018 könnte es losgehen, 2025 sollen die S-Bahnen fahren.

von
erstellt am 29.Aug.2013 | 06:00 Uhr

630 Millionen Euro – so viel soll der Bau der S 4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe kosten. Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer stellten die erste seriöse Kostenschätzung gestern im Ahrensburger Rathaus vor. Auf dieser Basis soll eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt werden. Baubeginn könnte „frühestens 2018“ sein, 2024 oder 2925 solle die Strecke fertig sein, so Reinhard Meyer.

Zumindest wenn das alles so funktioniert, wie es sich die Verantwortlichen in Hamburg und Schleswig-Hostein vorstellen. Den Großteil der Kosten, 60 Prozent, soll der Bund tragen, die restlichen 40 Prozent teilen sich die beiden nördlichen Bundesländer. Auch wenn der Bund ohnehin im Wort steht, die Bahnstrecke im Zuge der Fehmarnbelt-Querung zu „ertüchtigen“, muss die Kosten-Nutzen-Anlayse für eine S 4 positiv ausfallen.

Horch hat da eigentlich keinen Zweifel. „In den zehn Jahren von 2000 bis 2010 hat es auf dieser Strecke einen Anstieg der Fahrgastzahlen von 50 Prozent gegeben.“ Die Kapazitätsgrenze sei erreicht, und der ÖPNV werde weiter zulegen. Man brauche also die Trennung von Güter- und Personenverkehr, und man benötige die S4 auch, um den Hamburger Hauptbahnhof zu entlasten, so Horch. „Wir sind auch mit der EU im Gespräch“, sagt Reinhard Meyer, „es geht um mehr als nur eine S-Bahn-Verlängerung.“

Die Zahl, die bisher für eine S 4 genannt wurde, beruht auf einer Studie der Hochbahn, die 2002 von 260 Millionen Euro für ein neues Gleis bis Ahrensburg ausging. Inzwischen geht es um zwei neue Gleise bis Ahrensburg und eines bis Bargteheide. Von dort soll die S 4 auf den vorhanden Gleisen bis Bad Oldesloe fahren. Die Kosten für diese Variante waren auf 350 Millionen Euro geschätzt worden.

Aber eben nur geschätzt: Die 630 Millionen seien eine „verlässliche Grundlage“, so Meyer: „Ich glaube, dass die Öffentlichkeit wissen will, wie teuer so ein Projekt ist.“ Was nicht heißt, dass es am Ende nicht doch teurer wird. Solche Prognosen seien „immer mit einigen Unbekannten versehen“, so Horch. In dem Betrag ist der Bau der vier neuen Stationen auf Hamburger Gebiet sowie einer in Stormarn bereits enthalten – entweder Ahrensburg-West oder Delingsdorf.

Widerstände wie in Ostholstein befürchten Meyer und Horch in der Metropolregion nicht, „auch wenn wir wissen, dass Sorgen vorhanden sind“, sagt Horch. Er könne aber versichern, so der Verkehrssenator, „dass sich der Lärmschutz gegenüber der heutigen Situation verbessern wird, und die Anwohner davon in hohem Maße profitieren werden.“

Bis es im Jahr 2024 oder 2025 soweit ist, müssen aber sechs bis sieben Jahre Bauzeit überstanden werden. „Diese Jahre zu gestalten, ist eine der größten Herausforderungen Wir müssen den Betrieb aufrecht und die Belästigung möglichst gering halten.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen