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Unterm Baum beerdigt : Ruhestätte in der Natur

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oldesloer Kirchenvorstand macht es möglich: Naturnahe Beisetzung jetzt auch in Tralau und Rethwisch möglich.

Auf dem Friedhof in Bad Oldesloe sind seit 2010 naturnahe Beisetzungen möglich. Jetzt wird auch auf den beiden Friedhöfen in Rethwisch und Tralau eine solche Beisetzung angeboten. In Tralau wurde dafür eigens eine Freifläche aufgeforstet. In Rethwisch ist eine Aufforstung geplant.

„Die beiden Friedhöfe in Tralau und Rethwisch haben eine Fläche von zusammen 17 Hektar“, so der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Pastor Diethelm Schark. In Tralau gibt es im Schnitt sechs Beerdigungen pro Jahr. In Rethwisch sind es im Durchschnitt zehn Beisetzungen jährlich. Aus beiden Gemeinden gab es Anfragen nach dieser Art der Beerdigung. Dem will die Kirchengemeinde Bad Oldesloe nun nachkommen. Die ersten naturnahen Bestattung hat es bereits in Tralau und Rethwisch gegeben. Von den neun Plätzen in Tralau sind derzeit nur noch sechs frei.

Bei den naturnahen Bestattungen liegen die Gräber unter einem Baum, den sich die Angehörigen selbst aussuchen können. Ein herkömmliches Pflanzbeet wird es dabei nicht geben. Es sind dort auch nur Urnenbestattungen möglich. Es dürfen aber dort an den Bäumen Grabsteine oder Grabplatten aufgestellt werden. Allerdings müssen diese Steine oder Platten naturbelassen sein. Polierte Grabsteine dürfen dort nicht aufgestellt werden.

Die naturnahen Grabstätten kosten für 25 Jahre Laufzeit 1650 Euro. Dort können bis zu drei Urnen beigesetzt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, sich eine Grabstätte im Voraus zu sichern. Die Kosten sind dann allerdings sofort fällig, die 25-jährige Laufzeit beginnt aber erst mit der Beisetzung auf dieser Grabstelle.

Der Vorteil der naturnahen Grabstellen liegt unter anderem darin, dass kaum Grabpflege notwendig ist. Allerdings werden auf den Friedhöfen auch schon Rasengrabstellen ohne Pflanzbeete angeboten. Der Rasen wird dann von den Friedhofsgärtner mit gemäht. Es sollen aber nicht nur neu gepflanzte Bäume für naturnahe Grabstellen genutzt werden. Auch ältere Bäume kommen dafür in Frage.

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erstellt am 30.Jan.2014 | 15:30 Uhr

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