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Rückenschmerzen und immer wieder ein Kribbeln im Bein ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Spinalkanalstenose sind Thema des Gesundheitsforums am kommenden Mittwoch

Rückenschmerzen und Probleme mit den Bandscheiben kennt fast jeder im fortgeschrittenen Alter, manchmal kribbeln dazu auch noch die Beine. Das ist unangenehm und schmerzhaft und kann verschiedene Ursachen haben. Eine Ursache kann sein, dass Betroffene einen zu engen Wirbelkanal haben. Der Fachmann spricht dann von einer Spinalkanalstenose.

Das kommende Gesundheitsforum des Stormarner Tageblatts, der Asklepios Klinik und der Barmer GEK im Oldesloer Bürgerhaus beschäftigt sich mit dem Thema „Rückenschmerzen und Enge im Wirbelkanal“. Am kommenden Mittwoch, 25. September, erwartet die interessierten Besucher ab 19 Uhr ein Referent, der sich bestens auskennt mit den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Spinalkanalstenose: Dr. Murat Ladehoff ist Neurochirurg aus Lübeck und Kooperationspartner der Asklepios Klinik, wo er als Belegarzt regelmäßig Operationen durchführt.

Das größte Problem bei einer Spinalkanalstenose ist der verengte Wirbelkanal, der die Spinalnerven einklemmen kann, was dann besonders beim Gehen und Stehen Schmerzen verursacht. Normalerweise hat das Rückenmark genügend Platz im Spinalkanal der Wirbelsäule. Manchmal aber ist diese Röhre auch zu eng und Wirbel, Bandscheiben oder Bänder haben sich breiter gemacht, als sie sollten. Werden die Nerven eingeklemmt, verursachen sie heftige Schmerzen, meistens in der Lendengegend. Selbst kurze Spaziergänge können dann zur Qual werden und sind nur noch mit vielen Pausen zu bewältigen.

„Auslöser der Schmerzen sind meist abgenutzte Bandscheiben, die durch Verschleiß immer flacher werden“, weiß der Chirurg. Deshalb rücken allmählich auch die Wirbelkörper immer dichter zusammen. Die Bandscheiben drücken auf diese Weise immer mehr gegen das hintere Längsband, das zwischen den Bandscheiben und dem Rückenmark liegt. So geraten auch die Nerven unter Druck.

Als Gegenreaktion des Körpers können den Wirbeln schließlich sogar knöcherne Höcker an den Seiten wachsen, was den Kanal für den Nervenstrang immer enger werden lässt. Die lumbale Spinalkanalstenose ist in höherem Lebensalter eine sehr verbreitete Erkrankung. Bei den über 60-Jährigen ist jeder Fünfte betroffen. Zur Klärung der Diagnose gehören die Röntgen-Untersuchung, die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) und die Computertomografie (CT).

Laut der Barmer GEK hat sich die Anzahl von Rückenoperationen in den letzten acht Jahren von 100000 auf über 300000 verdreifacht. Ein Grund ist die demographische Entwicklung. Aber nicht immer ist sofort eine Operation notwendig. Als „Erste Hilfe“ bei eintretenden Schmerzen empfiehlt Ralf Klesch, Bezirksgeschäftsführer der Barmer GEK ein „leichtes Vorbeugen“. Dieses erweitert den Spinalkanal und führt damit zu einer Verminderung der Nervenreizung.

„Die Muskulatur der Wirbelsäule kann auch sehr gut durch entsprechende Gymnastik stabilisiert werden“, weiß Ralf Klesch. Neben der klassischen Krankengymnastik gibt es eine Vielzahl von Präventionangeboten, wie z.B. Rückenschule oder eine spezielle Wirbelsäulengymnastik, die von der Barmer GEK übernommen werden.

Das Gesundheitsforum mit dem Thema „Rückenschmerzen und Enge im Wirbelkanal: Behandlungsmöglichkeiten der Spinalkanalstenose“ am kommenden Mittwoch, 25. September, beginnt um 19 Uhr im Oldesleor Bürgerhaus, Mühlenstraße 22. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.









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