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Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 03:52 Uhr

Rotavirus – immer mehr Infektionen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auf Hygiene achten / Bei Erkrankung besonders viel trinken

Die Zahl der Rotavirus-Infektionen ist in der ersten Jahreshälfte in Stormarn nach oben geschnellt. „Insgesamt wurden bis Mitte Juni 90 Infektionen ärztlich festgestellt, im gesamten Jahr 2016 waren es 69 Fälle“, sagt Peter Rupprecht von der IKK classic, der sich auf Daten des Robert Koch-Instituts bezieht, dem Infektionen gemeldet werden. „Vermutlich ist die Zahl der Erkrankten sogar noch höher, weil nicht jeder Betroffene zum Arzt geht“, so Rupprecht. “

Das Rotavirus, weltweit die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern, ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Auch Erwachsene können sich damit infizieren. Der Flüssigkeitsverlust aufgrund des Durchfalls ist vor allem für kleine Kinder gefährlich. Rund 2000 Babys und Kleinkinder wegen in Deutschland jährlich im Krankenhaus behandelt.

Als Infektionsquelle dienen verunreinigte Lebensmittel oder Gegenstände. Weil Kleinkinder häufig Sachen in den Mund nehmen, sind sie besonders gefährdet. Zudem ist ihr Immunsystem noch nicht so stark ausgebildet wie bei Erwachsenen. Nach einer Ansteckung setzt drei Tage später Durchfall ein, der innerhalb weniger Stunden immer schlimmer wird. Oftmals kommen Übelkeit, Erbrechen und starke Magenschmerzen hinzu. Kinder haben häufig hohes Fieber.

Die Symptome dauern vier bis sieben Tage an. Medikamente gibt es nicht. Der Arzt kann lediglich Mittel verordnen, die die Symptome lindern. Ganz wichtig ist es, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, so Rupprecht. Gerade bei Kindern könne ein Flüssigkeitsmangel schwerwiegende Folgen haben.

Angesichts der aktuell hohen Infektionsrate sollte man auch besonders auf Hygienemaßnahmen achten, sich regelmäßig die Hände waschen. Obst, Salat und Gemüse sollten gründlich gewaschen werden. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Schluck-Impfung für Säuglinge, die auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Impfgegner raten allerdings davon ab, da die Krankheit in der Regel ohne Folgeschäden abläuft.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 30.Jul.2017 | 17:40 Uhr

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