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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 07:45 Uhr

Ahrensburg : Romeo, Julia und der Papierprinz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neuntklässler der Ahrensburger Stormarnschule basteln im Marstall Kleidungsstücke aus der Zeit von William Shakespeare.

Sich in die Zeit William Shakespeares zurückversetzen und gleichzeitig dabei kreativ tätig werden. Dieser Aufgabe stellten sich in der vergangenen Woche 15 Schülerinnen und ein Schüler der Stormarnschule im Marstall.

Gemeinsam nahmen sie an einem besonderen Workshop im Rahmen einer Projektwoche mit Künstlerin Angela Schöttler-Labenz teil, die seit 1998 regelmäßig Workshops und Arbeitsgruppen leitet. „Es macht mir einfach Spaß, Anregungen zu geben und mitzuerleben, wie sich hier junge Menschen ausprobieren können“, erklärt die Diplom-Grafikerin.

Passend zum „Shakespear-Jahr“ – der britische Autor starb vor genau 400 Jahren – finden auch im Marstall mehrere Shakespeare-Veranstaltungen statt, so dass dieses Thema sich direkt als Motto für den Schülerworkshop aufdrängte. Die Grundidee dabei war, dass Kleidungsstücke aus der Zeit gestaltet werden.

Doch interessanterweise galt als Vorgabe, dass ausgerechnet jegliche Form von Textil nicht verwendet werden durfte.„Das wäre irgendwie langeweilig, oder?“, sagt Schöttler-Labenz. Und so entstanden die zumeist weiblichen Ouftits aus Pappe, Recyclingware und alten Zeitungen. Hier war Improvisationsgabe gefragt. Entscheidend war, dass die Kunstwerke am Ende ausgestellt werden können und somit mindestens temporär haltbar sind. Als wirkliche Bekleidung getragen werden sollen sie indes nicht.

Für die Neuntklässler diente der Workshop auch ein wenig als Orientierung für die Zukunft. Denn im nächsten Jahr müssen sie sich entscheiden, ob sie das ästhetische Profil in der Oberstufe belegen wollen. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob sie sich vorstellen können, sich zukünftig beruflich künstlerisch betätigen zu wollen. „Ich kann mir schon vorstellen, so etwas auch in Zukunft zu machen. Das ist schon interessant. Aber dann eher als Hobby. Beruflich sehe ich eher einen akademischeren Weg“, sagte Helena (15). Und auch für Svenja (15) die am vorletzten Tag der Projektwoche noch dabei war, ihr großes orangenes Kleid – das zu den Blickfängern unter den Schülerwerken zählt – zu perfektionieren, wird beruflich vermutlich in eine andere Richtung gehen. Spannend und interessant sei die Projektwoche trotzdem definitiv gewesen.

Finanziert wurde der Workshop durch ein öffentliches Crowdfunding über die Seite der Landesregierung, erklärt Armin Didrichsen, Programmmanager des Marstalls. Durch dieses Verfahren und dank zusätzlicher Spenden können dieses Jahr noch zwei weitere Workshops – einer mit der Stormarnschule, einer mit der Heimgartenschule – durchgeführt werden. Die fertigen Kunstwerke der Stormarnschüler sollen im Foyer ausgestellt werden. „Ich finde, dass das eine rundum gelungene Sache ist. Wir werden die Werke sicherlich auch bei den anstehenden Shakespeare-Veranstaltungen nochmal mit einbinden“, so Diedrichsen.  

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