Großhansdorf : Rollerfahrerin bei Testfahrt abgestürzt

Mit Spineboard, Schleifkorbtrage und Drehleiter mussten Feuerwehrleute die verunglückte Fahrerin und ihren Roller bergen.
Mit Spineboard, Schleifkorbtrage und Drehleiter mussten Feuerwehrleute die verunglückte Fahrerin und ihren Roller bergen.

Die erste Fahrt war schnell zu ende: Die Vespa schoss unvermittelt nach vorne und stürzte samt Fahrerin einen Abhang hinunter.

shz.de von
22. Juli 2015, 18:28 Uhr

Bei einer Übungsfahrt mit einem neuen Roller ist eine 60-Jährige in Glinde schwer verunglückt. Auf dem Parkplatz am Holstenkamp hatte die Frau die neue 125er Vespa ausprobiert, die ihrem Mann gehörte und gerade mal 34 Kilometer auf dem Tacho hatte. Urplötzlich „schoss“ der Roller aber nach vorne, über den Bordstein hinweg ins Buschwerk. An der Stelle befand sich eine tiefe Böschung, die der Roller mitsamt der Frau hinabstürzte.

Ihr Ehemann, der die Testfahrt beobachtet hatte, setzte sofort einen Notruf ab und rannte zur Böschung, um seine Frau zu retten. Die 60-Jährige lag schwer verletzt in einem 20 Zentimeter tiefen Wassergraben am Fuße des Abhangs.

Ihr Ehemann hielt den Kopf seiner Frau über Wasser, bis der Rettungswagen eintraf. Die Helfer stellten mehrere Knochenbrüche fest. Da die 60-Jährige über Schmerzen im Rücken klagte, ordnete der Notarzt eine schonende Rettung an. Die Leitstelle beorderte die Freiwillige Feuerwehr Glinde an den Unfallort. Zur Rettung der Frau setzten die Feuerwehrleute ein Spineboard ein, ein flaches Brett, das an einer Schleifkorbtrage befestigt wurde. Mit Hilfe der Drehleiter wurde die verletzte Frau dann behutsam aus der Böschung gehoben.

Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt und den Rettungsdienst wurde die 60-Jährige mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht. Warum die Frau die Kontrolle über ihren Roller verloren hatte, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


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