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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 13:43 Uhr

Ammersbek : Rocken für die Jugend

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das zweite „Rock im Stall Festival“ in Hoisbüttel verfolgt gleich mehrere Ziele. Die Gewinne werden an die Jugendarbeit gehen.

von
erstellt am 16.Feb.2014 | 12:01 Uhr

Am Anfang war es nur eine Idee. Nicht unbedingt eine „Schnapsidee“, wie Organisator Roman Peter sagt, aber eine, von der man nicht wusste, ob sie umsetzbar sein würde. In Bünningstedt probten zwei Ammersbeker Bands Tür an Tür und fragten sich, warum es eigentlich so wenig Rockkonzerte in ihrer Heimatgemeinde gibt.

Im Kulturzentrum „Pferdestall“ wird zwar viel Kultur angeboten, aber Rockkonzerte oder Veranstaltungen für jüngere Mitbürger sind Mangelware. So wurde 2012 die Idee „Rock im Stall“ geboren. 2013 ging es los und 350 Besucher feierten die Premiere ausgelassen. Weil man mit der Aktion auch noch Gutes für die Gemeinde tun wollte, wurden die Einnahmen gespendet. Knapp 1800 Euro gingen an Jugendprojekte im Ort. Das soll auch bei der Neuauflage am 15. März 2014 so sein. Dieses Mal hoffen Roman Peter und seine Mitstreiter auf 450 Zuschauer.

„Dann ist es richtig schön voll“, sagt Ammersbeks Bürgermeister und Schirmherr Horst Ansén. Er ist überzeugt, dass der Erfolg des Vorjahrs noch übertroffen werden kann. „Ich war erstaunt und positiv überrascht wie professionell das alles ablief. Was da alles aufgefahren wurde, war Wahnsinn“.

Fünf Bands bewarben sich, um dabei sein zu können. Am Ende haben es „Justin“, „Die Superkerle“ und „6 AM“ geschafft. Allesamt erwachsene Bands, die schon Erfahrungen aus vielen anderen Musikcombos, teilweise seit den 80er Jahren, einbringen. Grundvoraussetzung für den Gig ist eine Verbundenheit zu Ammersbek. „Wir könnten auch andere Bands aus der Region nehmen oder Nachwuchsbands, aber darum geht es hier nicht. Wir wollen einen guten Abend, mit Musikern aus dem Ort“, sagt Roman Peter.

Auch wenn die Bands nicht mehr im Schüleralter sind, so locke ihre Musik durchaus alle Generationen von acht bis 80 Jahren an. Das habe die Premiere gezeigt, so der Bürgermeister: „Wir wollen auch der Jugend etwas bieten, die sagt, dass der einzige Sinn der Straße in Ammersbek sei, dass man darauf schnell den Ort verlassen könne.“

Roman Peter, der in der Band „6 AM“ spielt, und die übrigen Musiker wollen die die Gewinne in diesem jahr der Kirchengemeinde Hoisbüttel für ihre Konfirmandenarbeit zukommen lassen. Annemarie Wiegand absolviert dort gerade ihren Bundesfreiwilligendienst und findet wie Lutz Schmitt aus dem Kirchenvorstand deutliche Worte: „Hier ist für Jugendliche ehrlich gesagt tote Hose.“ Es sei zwar von der Struktur her einiges vorhanden, aber es werde kaum mit Inhalten und Leben gefüllt. Das gelte auch für gläubige Jugendliche, so Schmitt; „Wer einen spirituellen Ort für Jugendliche nach der Konfirmationszeit sucht, der wird nichts finden.“

Auch wenn die drastischen Worte Bürgermeister Ansén überraschten, betont er, dass Ammersbek hinter der Veranstaltung stehe. „Das zeigt sich auch daran, dass viele Sponsoren erneut dabei sind.Es wird sicherlich ein Erfolg und dann geht es nächstes Jahr weiter.“ Der Vorverkauf für den 15. März hat begonnen. Die Karten kosten acht Euro und sind im Pferdestall, im Dorfkrug Harms und bei der Sparkasse Georg-Sasse-Straße erhältlich.

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