Bargteheide : Ringen um Stellflächen

Großes Interesse an der Bargteheider Kommunalpolitik im Ausschuss für Planung und Verkehr.
Großes Interesse an der Bargteheider Kommunalpolitik im Ausschuss für Planung und Verkehr.

Soll es lieber eine Parkpalette am Bahnhof oder ein Parkhaus am Kreisel werden? Die Initiative „Basta“ kämpft für den Erhalt des Hochzeitswaldes.

shz.de von
03. Februar 2018, 08:00 Uhr

Die Planung für eine Parkpalette östlich der Bahn in Bargteheide soll aufgenommen werden. Das beschloss der Ausschuss für Planung und Verkehr jetzt mehrheitlich. Dem voraus gingen eine umfangreiche Tagesordnung und lebhafte Diskussionen.

Für die Planung der Parkpalette besteht Baurecht, ein Bebauungsplan muss allerdings noch entwickelt werden. Und im Haushalt steht dafür noch nicht genug Geld zur Verfügung. Der ist allerdings ohnehin noch nicht verabschiedet worden. Die Stadtvertretung hatte den Entwurf zuletzt mit einem Patt abgelehnt.

Nach Planungsstand soll dafür der Hochzeitswald wegfallen. Dagegen wehrt sich die Initiative Basta und brachte in der Sitzung ihre Einwände vor. „Wir möchten die zusammenhängende Grünfläche auf jeden Fall erhalten“, sagte Carsten Schröder. Zusätzliche Parkplätze sollten in einem Parkhaus mit mehreren Ebenen beim Kreisel entstehen. Zunächst müsse aber der Stadtdialog fortgesetzt werden.

„Die Kröte Hochzeitswald müssen wir wegen des dringenden Bedarfs schlucken“, so Jürgen Weingärtner (SPD). Auch sein Fraktionskollege Andreas Müller argumentierte für diese Lösung. Man habe mit der Eigentümergemeinschaft gesprochen, die neben der Stadt einen Teil des Kreiselparkplatzes besitzt: „Sie sind offen für den Bau einer weiteren Parkpalette an dieser Stelle. Doch sie weisen auch darauf hin, dass dieser Bau zwei Jahre dauern würde.“ Damit fielen in dieser Zeit viele Stellplätze weg. Deshalb trete auch die Gemeinschaft dafür ein, zunächst auf der Ostseite zu bauen.

Die Grünen enthielten sich in der Abstimmung. Gorch Hannis la Baume (FDP) stimmte dagegen: „Wir wollen keine solitäre Planung, sondern eine Gesamtlösung.“ Auch die CDU stimmte zu. „Wir brauchen die Parkplätze und keine Verhinderungstaktik.“ Der Vorschlag der SPD trage zur Befriedung bei und sei ein Vorschlag zur Güte. Über das Grundstück mit dem „Krähenwald“ könne man so später diskutieren.

Nach den vorliegenden Entwürfen sind östlich der Bahn bis zu 260 zusätzliche Stellplätze möglich. Die SPD tritt für einen Radabstellplatz im Untergeschoss ein. „Der Bedarf wurde auf 800 Fahrradplätze geschätzt“, so Thomas Fischer (Grüne). Jetzt entscheidet als nächstes der Finanzausschuss über den Haushalt und mögliche Mittel für den Ostparkplatz, dann die Stadtvertretung. Das Verfahren für einen Bebauungsplan mit der Auslegung und Bürgerbeteiligung folgt.


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