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Ammersbek : Ringen um die örtliche Polizeistation

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Wählergemeinschaft hatte eine Resolution beantragt. Doch die Beratung darüber wurde in den Hauptausschuss verwiesen. Zur Sitzung soll ein Ministeriumsvertreter eingeladen werden.

Ja und nein – so könnte man die Entscheidung des Gemeinderates zum Erhalt der örtlichen Polizeistation interpretieren. Der von der UWA (Unabhängige Wählergemeinschaft Ammersbek) vorgetragene Antrag, die Gemeinde möge eine Resolution gegen die für 2018 geplante Schließung der Polizeistation verabschieden, fand zwar Gefallen, wurde aber nicht verabschiedet. Stattdessen soll der Entwurf der UWA im Hauptausschuss behandelt und „nachgebessert“ werden – so der einstimmige Beschluss.

„Einige Fakten in der Begründung sind so einfach nicht richtig“, argumentierte die CDU-Fraktionsvorsitzende Christiane Maas und signalisierte zunächst die Zustimmung ihrer Fraktion „in der Sache“. SPD und Grüne sprachen sich schnell für die Behandlung des Themas im Hauptausschuss aus, dazu solle ein Vertreter des Innenministeriums eingeladen werden. Ein Gedanke, der – auch mit den Stimmen der CDU – letztendlich umgesetzt werden soll.

Die UWA hatte unter anderem mit der – im Falle einer Schließung – mindestens zehnminütigen Anfahrt von Polizeikräften aus Ahrensburg oder Bargteheide argumentiert, „die Verschlechterung der Polizeipräsenz in der Gemeinde Ammersbek sei nicht akzeptabel“, unterstrich UWA-Fraktionsvorstand Holger Spanehl: „Eine örtliche Polizeistation stärkt auch das Sicherheitsgefühl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung“, merkte er an.

Keine Container, keine Zelte – dieser Gedanke soll in Ammersbek auch weiterhin Gültigkeit haben, wenn es um die Unterbringung von Flüchtlingen geht. Die Lösung: Holzhäuser. Derzeit sind in der Gemeinde 86 Asylsuchende an verschiedenen Standorten untergebracht. Jetzt sollen zwei weitere Holzhäuser angeschafft werden. Auf dem Grundstück Schäferdresch 49 entstehen dadurch acht Wohneinheiten für je sechs Personen. Die Anschaffungskosten betragen rund eine Million Euro – eingestellt im 3. Nachtragshaushaltsplan. Container, so der Tenor des Gemeinderates, würden keiner langfristigen Nutzung standhalten, Holzhäuser dagegen könnten mit wenigen Umbaumaßnahmen für den sozialen Wohnungsbau umgewandelt werden. Pro Wohnhaus wird eine Fläche von 16 Mal elf Metern benötigt. Der Gemeinderat votierte einstimmig für dieses Vorhaben.

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