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Katastrophenschutz : Rettungszentrum wird größer und in Hammoor gebaut

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Durch zusätzliche 2500 Quadratmeter und Stellplätze steigen die Kosten auf mehr als 5,2 Millionen Euro.

Der Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss hat den Weg für ein neues Rettungszentrum in Hammoor frei gemacht. Das Gremium beschloss den Ankauf von 8500 Quadratmetern westlich der Fleischerei Hoose. Weil das 2500 qm mehr sind als zunächst geplant, steigen die Kosten um 650  000 Euro auf 5,25 Millionen.

Die zusätzliche Fläche soll einerseits eine Reserve für die Zukunft sein, ein Teil wird aber auch gleich benötigt, weil man dem Malteser Hilfsdienst (MHD) zusätzliche Stellplätze und Räumlichkeiten zubilligte. Zu der 4. Sanitätsgruppe in Ahrensburg kam eine weitere Betreuungsgruppe hinzu, die vom Kreis mit einem Feldkochherd und einem Fahrzeug ausgestattet wurde. Ein weiteres soll folgen.

„Diese Fahrzeuge kann man definitiv nicht in Ahrensburg unterbringen“, so Ausschussvorsitzender Wolfgang Gerstand (CDU). Die Kosten dafür betragen 350  000 Euro. Den Antrag des DLRG auf zwei Doppelstellplätze für zwei Einsatzfahrzeuge, Bootstrailer und Anhänger zu schaffen und für höchstens 200 Euro monatlich an die DLRG zu vermieten, lehnte der Ausschuss ab. „Wasserrettung ist anders als der Katastrophenschutz keine Kreisaufgabe“, so Gerstand. Die Stellplätze sollten samt Gebäude 330  000 Euro kosten.

Im neuen Rettungszentrum sollen die Technische Einsatzleitung, der ASB, die DLRG, DRK sowie die MHD-Betreuungsgruppe mit insgesamt 14 Fahrzeugen unterkommen. Neben den Mehrkosten für die Malteser wurden auch fast 300  000 Euro für eine notwendige Baugrundertüchtigung, angesetzt. Die wäre allerdings auch bei dem ehemaligen Aldi-Grundstück in Bargteheide notwendig geworden, das ebenfalls noch als Standort in der Diskussion war. Die Entscheidung fiel aber einstimmig für Hammoor, nicht nur, weil die Rettungsorganisationen sich dafür ausgesprochen hatten, sondern auch, weil der Quadratmeterpreis in Hammoor mit 106 Euro inklusive Erschließung deutlich günstiger war.

Die Planung für das Rettungszentrum übernimmt die Firma Trapez Architektur aus Hamburg. Das Büro hatte die Ausschreibung des Kreises gewonnen. Bevor die Bagger anrollen können, wird aber noch einige Zeit vergehen.

Noch keinen Beschluss gibt es für den Bau einer Ladesäule für Elektroautos auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung. Eine Ladesäule mit zwei Anschlüssen mit je elf kW würde knapp 17  000, eine Wallbox gut 10  000 Euro kosten. Die Verwaltung soll bei Eon und VSG nachfragen, was es den Kreis kosten würde, wenn sie die Ladesäule bauen.

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erstellt am 14.Jul.2017 | 06:00 Uhr

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