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Bad Odlesloe : Rettungsleitstelle auf dem Weg der Besserung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Landrat Plöger räumt Startprobleme der kreisübergreifenden Einrichtung ein. Eine neue Leiterin tritt im Oktober den Dienst an.

„Es gab viele Gespräche und Gutachter, alles sollte besser und günstiger werden. Dann drückten wir im Februar 2013 auf den roten Knopf – und dann begann das Elend.“ So pointiert offenbarte Stormarns Landrat Klaus Plöger im Eutiner Kreishaus, dass bei der in Bad Oldesloe angesiedelten Rettungsleitstelle Süd „eine Menge nicht so gelaufen ist, wie es sein sollte.“

Aber Besserung sei längst in Sicht, betonte Plöger im nächsten Atemzug: „In zwei, drei Jahren werden alle sagen, das läuft richtig gut.“ Denn es sei viel getan worden, um die Startprobleme zu beheben.

Auf Antrag der SPD, die auf vielfache Kritik aus Wehren und Presse verwies, war im Sozialausschuss des ostholsteinischen Kreistages die Arbeitssituation in der Integrierten Regionalleitstelle Süd (IRLS) Thema. Die war 2013 von den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein mit der Erwartung gegründet worden, Kosten für Personal und Technik sparen zu können. Die Aufgabe, diese Leitstelle zu betreiben, wurde dem Kreis Stormarn übertragen – dort liegt jetzt die Verantwortung für Personaleinsatz und Arbeitsabläufe.

Plöger gestand, dass es anfangs große Probleme im Leitungsbereich und im Zusammenführen des Teams gegeben habe. Nach zwei Wechseln an der Spitze komme im Oktober eine neue Chefin, die in der Kommunikation mehr pädagogisch aufbauend als im Kommandoton der Feuerwehren agieren solle.

Als schwierig erweise sich auch das Anwerben neuer Mitarbeiter. Die Umstellung auf neue Arbeitstechniken, das Erwerben zusätzlicher Ortskenntnisse und viel höhere Einsatzzahlen als kalkuliert hätten neben einer hohen Krankheitsquote dazu geführt, dass zusätzliche Stellen eingerichtet werden mussten. Jetzt seien 30 Mitarbeiter in der Leitstelle tätig, und es sei absehbar, dass in wenigen Jahren ein Neubau für deren Unterbringung erforderlich werde. Plöger hob hervor, dass die Dinge zum Positiven gewendet worden seien und rief dazu auf, Kritik intern zu äußern: „Sonst müssen es die Mitarbeiter ausbaden.“ Für seine Erläuterungen erntete der Landrat im Ausschuss überwiegend Verständnis. Petra Kirner (CDU) aber empörte sich über seine „flapsigen Bemerkungen“ und sagte: „Ich habe kein Vertrauen mehr. Das Prinzip Hoffnung reicht nicht.“ Plöger reagierte äußerlich ungerührt: „Das kann ich gut ab.“

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