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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 19:30 Uhr

Rettung im tiefen Wald

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Feuerwehren nahmen 17 Rettungspunkte im Gebiet des Amtes Trittau unter die Lupe

von
erstellt am 30.Okt.2013 | 00:32 Uhr

Holzpfähle mit leuchtend roter Spitze und Blechschild mit rotem Kreuz und Telefonnummer sind in den Landesforsten anzutreffen. Es sind Rettungspunkte. Für Wanderer und Menschen, die fremd in der Region sind, können sie lebensrettend sein. Alle diese Punkte in den Landesforsten in Stormarn sind im Rechner der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe hinterlegt. Nennt der Hilfesuchende bei einem Notfall im Wald die Nummer des Rettungspunkts, ist schnelle Hilfe von Rettungsdienst oder Feuerwehr garantiert.

Jetzt übten die neun Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Trittau zwar nicht den Ernstfall mit voller Ausrüstung, sondern fuhren sämtliche 17 Rettungspunkte im Gebiet des Amtes Trittau ab. Dabei waren 14 Fahrzeuge unterwegs. Für die Besatzungen galt es nicht nur die Rettungspunkte zu finden. Die zweieinhalbstündige Aktion diente gleichzeitig als Funk- und Fahrübung. Und so wünschte Amtswehrführer Reinhard Dabelstein (Lütjensee) vom Funkraum der Trittauer Feuerwache den Teilnehmern über Funk viel Spaß bei der Übung.

Die Wehrführungen des Amtes verfolgten den überaus regen Funkverkehr, der vom Trittauer Funkwart Stephan Heindl und Zugführer Fabian Woggan geleitet wurde, ebenfalls in der Trittauer Wache.

„Die Kameraden der Wehren sollen mit ihren Fahrzeugen vertraut sein, sollen den Funksprechverkehr üben und vor allen Dingen Ortskenntnis bekommen“, erklärte Trittaus Gemeindewehrführer Clemens Tismer. Das alles könne man mit dieser Aktion wunderbar verbinden.

Für alle Wehrführungen hatte Tismer jeweils drei Karten mit den eingezeichneten Rettungspunkten ausdrucken lassen, damit alle Feuerwehren des Amtes auf dem gleichen Stand sind und unabhängig voneinander in den Einsatz gehen können.

Bei der zuständigen Einsatzleitstelle der Polizei in Lübeck sind diese Rettungspunkte nicht im System hinterlegt. Im Einsatzfall, zu dem auch die Polizei hinzugezogen wird, werden Treffpunkte mit Rettungsdienst oder Feuerwehr vereinbart, um dann zum Einsatzort zu gelangen. Da Rettungspunkte nur im Gebiet der Landesforst aufgestellt sind, ist die Orientierung in privaten Flächen schwierig.

Im Sachsenwald gibt es allerdings ein ähnliches, aber eigenes System, das auch bei der Rettungsleitstelle hinterlegt ist.

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