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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 01:41 Uhr

Retter proben das Zusammenspiel

vom

"Feuerwerk": Technisches Hilfswerk und Feuerwehr bereiten sich gemeinsam auf Ernstfälle vor

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2013 | 08:03 Uhr

Kreis STeinburg | 98 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) rückten mit 25 Einsatzfahrzeugen an, um gemeinsam für den Ernstfall zu üben. Die Übungseinheit des so genannten "Feuerwerks", also des THW Itzehoe und Elmshorn sowie der Feuerwehrbereitschaft Steinburg, simulierte gleich mehrere Einsätze: Menschenrettung, Bergung von Gefahrengut, Ausfall von Helfern, verschüttete Personen retten sowie Überflutung.
Die gesamte Einheit dauerte von Freitag bis Sonntag. Am Freitag fand zum Beispiel auf dem Hungrigen Wolf in Hohenlockstedt eine Kraftfahrerübung statt, bei der ein Parcours mit Einsatzfahrzeugen gemeistert werden musste. Am Sonnabend stand dann der Höhepunkt der Übung auf dem Programm: Simulation verschiedener Einsätze in den Sandkuhlen bei Silzen.

Gelerntes umsetzen

Aus aktuellem Anlass gab es Hochwasseralarm. Geübt wurde auf den Itzehoer Malzmüllerwiesen. Die Feuerwehr pumpte das übergelaufene Wasser ab, das THW baute eine so genannte Schlauchbrücke über die Straße, damit der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wurde. Es kamen Hochleistungspumpen zum Zuge, die aufgrund der Flutkatastrophe der vergangenen Monate angeschafft worden waren. Jetzt ging es also darum, das morgens Erlernte am Nachmittag realitätsnah umzusetzen.
Die DRK-Bereitschaft war ebenfalls zur Stelle, falls bei der Übung tatsächlich jemand verletzt werden sollte. Es werde stets Rücksicht auf Arbeitssicherheit genommen. "Personenrettung geht sowieso immer vor", so Helmut Raß, Ausbildungsbeauftragter des THW.
Die Übungsleitung teilten sich Technisches Hilfswerk und Feuerwehr: Sven Guericke, Ortsbeauftragter des THW, und Gerd Krauskopf, Leiter der Feuerwehrbereitschaft, wurden von fünf weiteren Kameraden unterstützt. Für Verpflegung sorgte die Feuerwehrbereitschaft Lägerdorf und das THW Itzehoe.
"Es ist erforderlich, dass der THW und die Feuerwehr während so eines Einsatzes als Team zusammenarbeiten", so Helmut Raß. Die Kommunikation untereinander sei das Wichtigste überhaupt. Auf diese Weise könnten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ihre Schlüsse aus der Übung ziehen und gegebenenfalls auf technische Grenzen stoßen, die sie dann im Ernstfall vermeiden. Auch Widrigkeiten des Wetters würden simuliert. Nach dem "Hochwasser" kam ein Rüstwagen zum Einsatz, mit dessen Hilfe unter Stahlträgern verschüttete Personen gerettet werden konnten. Selbstverständlich wusste keiner der Übungsteilnehmer, welches Kommando wann als nächstes kommt, damit das Ganze so realitätsnah wie möglich ablief. Sobald sich die Lage veränderte, ging das Kommando an alle Beteiligten, so schnell wie möglich zu handeln - genau so, wie es im Ernstfall auch laufen würde.

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