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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 10:35 Uhr

Reporter-Besuch im Itzehoer Tierheim

vom

Klosterhofschüler informieren sich über Haltung und Vermittlung von Hund, Katze und Co.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Das Tierheim in der Hafenstraße war das Ziel der Zisch-Reporter aus der Klasse 6a der Klosterhof-Schule Itzehoe.

Angefangen hat die Arbeit des heutigen Tierheims mit der Gründung des Tierschutzvereins 1938. Unter der Tierheimleitung Sybille Mehl sind zurzeit neun Mitarbeiter, davon fünf als Teilzeitkräfte, sowie zwei Auszubildende beschäftigt.

Gemeinsam mit Sybille Mehl und der Tierpflegerin Christina Adamek konnten die Schüler verschiedene Tiere bestaunen, darunter viele Katzen und Hunde sowie Kaninchen.

Für die Katzen gibt es drei Gruppenräume, in denen sich viele Spielsachen und Kratzbäume befinden. Die meist zu zweit lebenden Hunde haben, genauso wie die Katzen, einen Außenbereich, der direkt mit dem Innenbereich verbunden ist. Auch die Kleintiere leben nicht allein, weil sie so genannte Gruppentiere sind. Mit beruhigender Musik wird vor allem für die Hunde eine entspannte Umgebung hergestellt.

Jedes Tier im Tierheim hat einen geregelten Futterplan. Gefüttert wird zweimal am Tag, morgens und mittags. Das Futter sowie andere Kosten werden hauptsächlich über Sponsoren und Spenden finanziert.

Alle Fundtiere werden zuerst unter Quarantäneschutz gestellt, wo sie auf Krankheiten oder besondere Verhaltensweisen untersucht werden. Erst nach vier Wochen werden die Tiere vermittelt, da sich in dieser Zeit noch der eigentliche Besitzer melden könnte. Bis zu einem halben Jahr nach der Vermittlung darf der Besitzer das Tier zurückfordern.

Bevor aber ein Tier vermittelt wird, muss man erst Zeit mit diesem verbringen, zum Beispiel mit dem Hund "Gassi gehen" oder mit der Katze kuscheln. Die Tierheimmitarbeiter schauen dann, ob sich der neue Besitzer und das Tier verstehen. Auch nach der Übernahme des Tieres wird dieses in seinem neuen Zuhause besucht und kontrolliert, ob es dem Tier gut geht und sich wohlfühlt.

Möchte man kein Tier bei sich zuhause aufnehmen, aber dennoch ehrenamtlich helfen, kann man sich zu einem "Gassi-Geher" ausbilden lassen und ab 16 Jahren allein mit einem Hund spazieren gehen. Wenn man auch schon mit acht Jahren Lust hat, Zeit mit den Tieren zu verbringen (zum Beispiel Kuscheln mit Katzen), braucht man eine volljährige Begleitperson. Da nicht nur das Futter, sondern auch die ärztlichen Untersuchungen und vieles mehr Kosten verursachen, wird für die Vermittlung eines Tieres eine so genannte Schutzgebühr erhoben. So beträgt diese Gebühr beispielsweise bei einem Hund 160 Euro, bei einer Katze 95 Euro und bei einem Kaninchen 30 Euro.

Die Tiere werden über die eigene Internetseite und die Zeitung vermittelt. Man kann sich aber auch innerhalb der Besucherzeiten direkt im Tierheim informieren.

Insgesamt war es für die Schüler ein schönes und informatives Erlebnis im Tierheim und einige hätten am liebsten gleich ein Tier mit nach Hause genommen.

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