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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 05:55 Uhr

Reparatur freut Anlieger

vom

Neuer Belag für zahlreiche Straßen: Stadt zahlt Maßnahmen komplett aus eigener Tasche

Bargteheide | Das Verfahren ist nicht neu, in Bargteheide hat es aber Premiere. Eine ganze Reihe von Straßen erhält jetzt eine neue Decke im Kalteinbau. Der Vorteil: Die Methode ist wesentlich kostengünstiger als eine Komplettsanierung. "Wir rechnen mit 7 bis 8 Euro Kosten pro Quadratmeter", sagt Klaus Ebert von der Bauabteilung. Eine Erneuerung koste hingegen 25 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Weiterer Vorteil für Anlieger: Sie werden nicht zu den Kosten herangezogen. Bei einer Kompletterneuerung müssen sie bis zu 80 Prozent der Baukosten übernehmen. Eine Reparatur wird hingegen komplett von der Stadt bezahlt.

Die Heinrich-Hertz- und Johannes-Gutenberg-Straße sowie der Roßdiek erhielten bereits einen neuen Belag. Nun ist der Hammoorer Weg dran. Es folgen noch die Straßen Kaffeegang, Kruthorst, Am Markt, Rahlsdiek, die Parkplätze an der Jersbeker Straße und der Amselweg.

"Bis Dienstag kommender Woche dürften wir fertig sein", rechnet Schachtmeister Hans Kasimir von der Firma Kutter Spezialstraßenbau. Es darf allerdings nicht regnen. "Bei Regen erreichen wir keine Verklebung mit dem Untergrund", sagt er. Das Verfahren nennt sich DSK, dünne Schichten im Kalkeinbau.

Zwei Arbeitsgänge sind notwendig. "Zuerst machen wir ein Vorprofil, dann wird die Decke gezogen", sagt Kasimir. Im Flüssigverfahren wird ein Mineral in Emulsion mit Wasser und Zement aufgebracht. Die eingesetzten Maschinen sind Spezialanfertigungen, die sowohl für Transport des Materials wie für den Einbau eingesetzt werden. Eine Füllung reiche für etwa 900 m² aus.

"Der große Vorteil ist, dass die Straßen nach etwa 15 Minuten schon wieder befahrbar sind", sagt Kasimir. Das Mineral wird in verschiedenen Körnungen eingesetzt. In der Regel mit der Stärke 0,5, bei Schlaglöchern auch gröber. Das Verfahren sei für alle Straßen, Geh- und Radwege und auch für die Autobahn einsetzbar. Bei der Hitze zurzeit verfestigt es sich rasch. "Bei diesen Temperaturen müssen wir in 60 Sekunden fertig sein", sagt Kasimir.

Der Zeitpunkt sei gut gewählt. "Genau richtig", so Kasimir, "damit die Straßen nicht kaputt gehen". Der Bitumen in der Heinrich-Hertz-Straße sei ausgemergelt. Seine Firma sei der Marktführer in Deutschland und habe auch schon Projekte im Iran und der Türkei ausgeführt. "Das Verfahren setzt sich immer mehr durch", sagt der Schachtmeister.

"Wir kennen das Verfahren schon lange", meint Ebert: "Im Frühjahr haben wir uns einige Projekte der Firma angeschaut. Es sah gut aus." Wenn es sich bewähre, würden so auch in den kommenden Jahren weitere Straßen saniert. Er rechnet mit einer Lebensdauer des neuen Belags von zehn bis 15 Jahren. Bei einer Erneuerung wird mit 25 Jahren kalkuliert. Die nächste Erneuerung wird im kommenden oder übernächsten Jahr in der Wurth fällig. Dann müssen die Anlieger mit bezahlen.

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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