Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule : Reizgas-Alarm an Barsbütteler Schule

Ein Schüler, in Decken gehüllt, wird von Sanitätern betreut.

Ein Schüler, in Decken gehüllt, wird von Sanitätern betreut.

Nach Informationen von shz.de ist Pfefferspray für den Großeinsatz verantwortlich. Acht Kinder wurden verletzt.

shz.de von
06. April 2017, 12:25 Uhr

Barsbüttel | Acht Kinder wurden am Donnerstagvormittag nach einer Reizgas-Attacke in der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule in Barsbüttel verletzt. Ein 13-jähriger Schüler steht im Verdacht das Reizgas während einer Pause im Haupteingangsbereich der Schule versprüht zu haben.

Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen beobachtet, dass ein Mitschüler eine Substanz im Haupteingangsbereich der Schule versprüht, und die Dose danach weggeworfen habe. Bei einer entsprechenden Absuche konnte ein entleerte Dose Pfefferspray von der Polizei aufgefunden werden.

Die Sekretärin der Schule hatte bei der Feuerwehr angerufen und den Vorfall geschildert. Daraufhin löste die Leitstelle in Bad Oldesloe einen Großalarm für die Rettungskräfte aus. Mehrere Freiwillige Feuerwehren und zahlreiche Rettungswagen machten sich auf den Weg: „Als wir kurze Zeit nach dem Alarm an der Schule eintrafen, saßen viele Schulkinder auf der Wiese vor dem Schulgebäude, sie zitterten, weinten, husteten und klagten über brennende Augen“, sagte Sven Hinzpeter, Sprecher der Feuerwehr. „Sofort haben wir die Kinder in Decken gehüllt, sie alle beruhigt und mit Getränken versorgt. Viele von ihnen standen offensichtlich unter Schock.“

Schüler und Rettungskräfte vor der Schule.
Christian Timmann
Schüler und Rettungskräfte vor der Schule.
 

Das Schulgelände wurde weiträumig abgesperrt, die Schule evakuiert: Drei Notärzte und zahlreiche Rettungssanitäter kümmerten sich um die Kinder. Betroffen waren insgesamt 74 Schüler, sechs von ihnen wurden nach einer Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Danach wurde der betroffene Bereich der Schule ausreichend belüftet. Der allgemeine Schulbetrieb wurde danach fortgesetzt.

Die Schule in der Gemeinde im Kreis Stormarn war in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Drohungen geworden, die zu Schulausfällen geführt hatten.

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