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Ahrensburg : Reithalle: Ist auch der Dachstuhl betroffen?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nachdem eine Akustikplatte von der Decke gefallen war, bleibt die Reithalle am Marstall weiter gesperrt. Das hat Terminverschiebungen zur Folge.

Zwei große Gerüsttürme stehen dort, wo sonst Musikveranstaltungen, Kabarettabende und Lesungen stattfinden oder Ahrensburgs Stadtverordnete tagen. Aber die Reithalle im Kulturzentrum Marstall ist seit 14 Tagen für Besucher gesperrt. Ende April war eine rund zehn Kilogramm schwere Akustikplatte im vorderen Bereich der Halle von der Decke gefallen (wir berichteten). „Wir hatten Riesenglück, das ist zwölf Stunden vor der Veranstaltung mit Wolfgang Trepper passiert“, sagt Marstall-Sprecher Volkmar Schiebusch.

Aber, wie umfangreich sind die Schäden an der Reithalle wirklich? Selbst im Ahrensburger Rathaus gehen die Meinungen auseinander. „Wir haben das alles im Griff“, sagt Achim Keizer, Fachdienstleiter Zentrale Gebäudewirtschaft, in der Verwaltung. Etwa 60 Prozent der Deckenplatten sollen nun auf ihren korrekten Sitz überprüft und notfalls nachjustiert werden, sagt Keizer. Die Arbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen. Es gibt allerdings auch die Aussage einer Person, die nicht genannt werden möchte, dass ebenso der Dachstuhl der vor elf Jahren eingeweihten Halle reparaturbedürftig sei.

Der Grund, warum die Akustikplatte von der Decke gefallen war, ist auch zwei Wochen nach dem Vorfall noch völlig unklar. „Thermische Schwankungen“ werden als Ursache ebenso genannt, wie die Erschütterungen durch Schwerlastverkehr auf der nahen Lübecker Straße. „Holz arbeitet nun einmal“, sagt Keizer, „dadurch haben sich die Platten vielleicht verschoben.“ Die 60 Zentimeter mal 1,20 Meter großen und 2,5 Zentimeter dicken Platten, von denen jede rund zehn Kilogramm wiegt, sind an einem Holzrahmen befestigt und liegen an den Kanten jeweils 1,5 Zentimeter auf dem Holzrahmen auf. Das Zwischenmaß der Holzkonstruktion muss also 57 Zentimeter betragen.

Die Kosten – falls es keine weiteren Schäden geben sollte – liegen bei rund 5000 Euro. Ansonsten dementsprechend mehr. Für Marstall-Sprecher Volkmar Schiebusch ist klar, dass alle Akustikplatten auf korrekten Sitz überprüft werden: „Sonst schauen die Leute bei jeder Veranstaltung nur an die Decke.“ Die Sperrung zieht natürlich einige Terminverschiebungen nach sich. Auch die nächste Stadtverordneten-Versammlung am Montag, 29. Mai, wurde vorsorglich an den Alfred-Rust-Saal verlegt. Die geplante Einwohnerversammlung in Ahrensburg hat hingegen noch keinen neuen Termin.

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