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Neues Umspannwerk : Reinfelds Strom wird ferngesteuert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Inbetriebnahme erfolgt witterungsbedingt erst in einigen Wochen. Das bot Lokalpolitikern und die Feuerwehrleuten die Möglichkeit, das modernisierte Reinfelder Umspannwerk gründlich in Augenschein zu nehmen.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 14:45 Uhr

Mit modernster Technik soll das neue Umspannwerk am Weddernkamp für eine sichere Stromversorgung der Haushalte in Reinfeld und Nordstormarn sorgen. „Der Frost behindert momentan die Restarbeiten. Danach rechnen wir mit der Fertigstellung in gut sechs Wochen“, so Volker Mielisch von der Schleswig-Holstein Netz AG, die 1,5 Millionen Euro in den Neubau des in die Jahre gekommenen Umspannwerks investiert.

Bevor die Anlage unter Spannung geht und die Sicherheitsbestimmungen eine Besichtigung erschweren, machten sich Lokalpolitiker und Vertreter der Feuerwehren aus Reinfeld, Bad Oldesloe und Nordstormarn ein Bild von der Ausstattung. Sie zeigten sich beeindruckt von den neuen 11  000- und 30  000 Volt-Anlagen, die die „Freiluftanlage“ überflüssig machen. „Nur die beiden Trafos bleiben draußen stehen“, erklärt Mielisch.

Die neue Anlage verkürze Ausfallzeiten und sorge für Verbraucher- und Versorgungssicherheit. Eine technische Panne könne künftig direkt und schnell von der Zentrale in Rendsburg behoben werden. „Das Reinfelder Umspannwerk wird komplett aus Rendsburg ferngesteuert“, erläutert Elektromeister Niels Knüppel. In einem Notfall könne zudem das Umspannwerk in Bad Oldesloe die Versorgung von Nordstormarn mit übernehmen.

In den vergangenen Jahren habe sich die Technik rasant entwickelt, sagt Kommunalbetreuer Thomas Rath, da müsse die Netz AG Schritt halten und Anlagen auf den neusten Stand bringen. „Alles wird kleiner, früher hätte eine Anlage eine gesamte Fabrikhalle gefüllt“, so Netzcenter-Leiter Carsten Hack.

Nach dem Abriss des alten Gebäudes und dem rund neun Monate dauernden Neubau sorgte eine mobile Schaltanlage für die reibungslose Stromversorgung. „In Schleswig-Holstein gibt es nur zwei dieser hochmodernen, eine halbe Million Euro teuren, mobilen Anlagen“, so Mielisch. Die Netz AG habe diese auch schon mal nach Bayern ausgeliehen.

Wie der Strom letztendlich in die Haushalte kommt, ist für den Laien schwer nachvollziehbar. Der Strom wird aus Lübeck-Niendorf nach Reinfeld geleitet und dort von 30  000 Volt auf 11  000 Volt transformiert.. Anschließend fließt er in Ortsnetzstationen – 1400 in ganz Stormarn – die dann die einzelnen Haushalte versorgen. Mielisch: „Der Strom kommt mit 400 Volt bei den Haushalten an und am Ende mit 220 Volt aus der Steckdose.“

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