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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 22:19 Uhr

Reinfeld : Reinfeld will’s allein richten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wenn der Schulverband Ende 2014 aufgelöst wird, soll 2015 die Sanierung der Grundschule beginnen.

von
erstellt am 19.Aug.2014 | 14:00 Uhr

„Die Sanierung der Matthias-Claudius-Schule muss 2015 beginnen“, fordern SPD und CDU gemeinsam. „Das ist dringend erforderlich“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Torsten Fuhr. Schüler, Lehrer und Eltern hätte lange genug gewartet, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Hanf, der Sanierungsstau müsse endlich angepackt werden.

Im Verband der Reinfelder Grundschule hat die Stadt nicht mehr Stimmen als die Gemeinden Barnitz, Feldhorst, Heidekamp, Klein Wesenberg, Wesenberg und Westerau, wobei die Karpfenstadt zwei Drittel der Kosten trägt. Es habe sich gezeigt, dass Entscheidungen über Investitionen nicht einfach seien, so Hanf und Fuhr.

Den Nordstormarner Bürgermeistern hatte die Stadt vor gut anderthalb Jahren ein fertiges Konzept für eine fast sechs Millionen Euro teure Sanierung vorgelegt. Nachfragen, ob wirklich alles notwendig ist und ob es Fördermöglichkeiten gibt, „wurden als Ablehnung aufgefasst“, sagt Sönke Hansen, Amtsdirektor in Nordstormarn. Jedenfalls waren die Gemeinden im Februar 2013 einigermaßen überrascht, als die Stadtvertreter ihnen eröffneten, dass man beabsichtige, den gemeinsamen Schulverband aufzulösen.

Rechtlich ist dass allerdings nur im Einvernehmen möglich. Stadt und Gemeinden haben sich auf einen Fahrplan für eine Verbandsauflösung zum 31. Dezember 2014 verständigt. Konkrete Zahlen, wie man finanziell auseinanderkommt, liegen aber noch nicht vor. „Ich habe gerade die Eröffnungsbilanz 2010 und die Jahresergebnisse bis 2013 bekommen“, sagt Hansen, „zu der so genannten Vermögenauseinandersetzung sind da keine Aussagen getroffen.“

Mit dem drei Zentimeter dicken Papierstapel kam auch eine Einladung an die Nordstormarner Bürgermeister, sich im Finanzausschuss die Zahlen des Gutachters erläutern zu lassen. Der war im Auftrag des Schulverbands, also auch der Gemeinden tätig geworden. „Wenn das alles vernünftig und nachvollziehbar bewertet wurde, sollte es zu einer Einigung kommen“, ist Hansen überzeugt

Wenn man sich auf dem Verhandlungswege nicht einigen kann, wäre der Termin am Jahresende nicht zu halten. Das hätte dann „zwangsläufig zur Folge, dass die Sanierung weiter verzögert würde“, so Fuhr und Hanf. Die Kosten hat die Verwaltung mit mindestens fünf Millionen Euro angesetzt. Nun geht es darum, den Aufwand in sinnvolle Sanierungsabschnitte aufzuteilen“, sagt Lasse Karnatz (SPD), Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Die 800 000 Euro, die im Haushalt 2013 stehen, sollten in das kommende Jahr übertragen werden.

Die Sanierung muss die Karpfenstadt zwar allein bezahlen, man bleibe man aber nicht auf den Kosten sitzen, argumentieren Karnatz und Fuhr. Gemeinden, aus denen Kinder die Matthias-Claudius-Schule besuchen, müssen eine Investitionskostenpauschale sowie Beiträge für Verwaltung oder Personal zahlen, die ab 2015 kostendeckend berechnet werden. Und für die Ausgleichszahlung an die Verbandsgemeinden würde die Stadt Gegenwerte in Form des Schulgebäudes und der Sporthalle bekommen.

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