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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 17:28 Uhr

E-Mobilität : Reinfeld stromaufwärts

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die erste E-Ladesäule von Hanse Werk wurde in Betrieb genommen. Durch ein Display mit Werbung soll sie finanziert werden. Weitere Tankstellen für „Stromer“ sind geplant.

shz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 06:00 Uhr

Die Karpfenstadt möchte in Sachen Klimaschutz Vorreiter sein. Die Idee für eine E-Ladesäule entstand im Steuergremium zur Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes. Vertreter der Hanse Werk AG stellten dem Gremium vor einem Jahr ihr neues Pilotprojekt vor und haben es jetzt realisiert. In der Marktstraße steht die erste E-Ladesäule von Hanse Werk in Stormarn. Vier weitere in Malente, Kellinghusen, Friedrichstadt und Büsum sollen folgen. „Damit ist unsere Stadt Vorreiter“, freut sich Bürgermeister Heiko Gerstmann (SPD) über die Ladesäule, die durch Werbung auf einem großen Display finanziert werden soll. Der Betreiber investierte in Reinfeld 15  000 Euro, die Stadt kostet die E-Ladesäule nichts. Sie kann – zum Beispiel mit einem Stadtplan und Hinweise auf die städtische Homepage – sogar kostenlos Werbung in eigener Sache machen.

„Die starke Verbreitung von Elektro-Autos kann nur gelingen, wenn eine flächendeckende Versorgung mit Strom für diese Fahrzeuge gewährleistet ist“, betont der Bürgermeister. Nun könnten nicht nur die Reinfelder, sondern auch Urlauber und Besucher ihr Auto an einem attraktiven Standpunkt mitten im Ortszentrum laden. Damit werde auch die Attraktivität der Innenstadt gesteigert. Rundherum gibt es zwei weitere E-Ladesäulen anderer Betreiber – eine bei Famila an der Autobahn, eine in Zarpen. Zur offiziellen Einweihung der Säule, die in der nächsten Woche bereits freigeschaltet wird und dann auch über Smartphone-Apps abgerufen werden kann, kam Carsten Hack, Leiter des Netzcenters in Ahrensburg, mit einem hauseigenen Renault Zoe vorgefahren und demonstrierte die leichte Handhabung des Ladevorgangs.

Die E-Ladesäule hat eine maximale Kapazität von zwei mal 22 kW und ist mit zwei gängigen Typ-2-Steckern ausgestattet, kann somit von fast allen aktuellen E-Autos genutzt werden. „Die Abrechnung des geladenen Stroms kann mit einer sogenannten RFID-Karte erfolgen, eine übliche Praxis bei E-Autobesitzern“, erklärt Kommunalbetreuer Thomas Rath. Es handele sich selbstverständlich um Grün-Strom, der rund 30 Cent pro Kilowattstunde koste. Die Aufladung dauert im Schnitt eine Stunde. Zeit, die der Autofahrer für einen Einkauf oder einen Stadtbummel nutzen kann. Der zunehmende Umstieg auf Elektromobilität nehme eine wichtige Rolle für eine Energiewende ein, ergänzt Hack.

Als Standort fiel die Wahl letztendlich auf den Marktplatz, da dort ein gut erreichbarer und stark frequentierter Parkplatz zur Verfügung steht. „Für uns ist dies ein Pilotprojekt. Wir wollen schauen, wie sich die Ladeinfrastruktur entwickelt“, erläutert Rath. Die Stadt wird als Vorbild vorangehen, denn sie hat sich das Ziel gesetzt, alle städtischen Fahrzeuge auf E-Strom umzustellen. Bis jetzt läuft nur ein Wagen der Wasserwerke mit Strom. Damit in der Marktstraße bequem geladen werden kann, wird die Stadt eine Parkfläche dafür ausweisen.

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