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Nächste Baumaßnahmen : Reinfeld putzt sich raus

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Karpfenstadt erhielt Lob aus dem Ministerium für den Einsatz der Fördermittel bei der Stadtsanierung. Die nächsten Projekte sollen bald in Angriff genommen werden.

Die Karpfenstadt verändert sich. Die Paul-von-Schoenaich-Straße und die Bahnhofstraße können sich nach den umfangreichen Kanalarbeiten und der neuen Pflasterung sehen lassen. Die Sanierung des Jungfernstieges und der Neuhöfer Straße stehen kurz vor dem Abschluss. Und die nächsten Baumaßnahmen werfen ihre Schatten voraus. Zumindest der untere Teil der Ahrensböker Straße (L  71) wird bald saniert.

Seit 1977 versucht die Stadt Reinfeld, die viel befahrene Landesstraße in Ordnung bringen zu lassen. Nach fast 30 Jahren stellt das Land jetzt immerhin Mittel für den Bereich vom Herrenteich bis zur Einmündung Neuhöfer Straße zur Verfügung. Die Geh- und Radwege gehen auf Kosten der Stadt.

Die Sanierung des Rathauses und der Bau des neuen Stadthauses sollen im nächsten Jahr starten. Die Pläne für die Erneuerung des Marktplatzes liegen bereits im Ministerium, müssen noch abgesegnet werden. Allerdings steht der Bau eines Rathaus-Centers auf der tiefer liegenden Fläche neben dem historischen Rathaus in den Sternen. Anscheinend habe der Investor, so Michael Behrens von der Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung (GOS), noch nicht alle Eigentumswohnung verkauft und wolle den Spatenstich deshalb hinauszögern. Bis Ende des Jahres werde klar sein, wann mit dem Bau begonnen wird. Falls es weitere Verzögerungen gebe, werde die Stadt unabhängig vom Investor mit dem Bau eines Fußwegs mit Treppe und Fahrstuhl vom Claudiushof zum Rathaus beginnen. Behrens rechnet im Sommer 2016 mit der Realisierung.

Anträge auf weitere Städtebaufördermittel haben aus seiner Sicht nur Sinn, wenn ein konkretes Projekt anstehe, da Fristen eingehalten werden müssten, sagte Behrens im Ausschuss für Stadtentwicklung. Zukunftspläne sind eine Aufstockung des stadteigenen Fischhauses für gastronomische Nutzung sowie der viel diskutierte Fachmarkt mit Drogerie in der Innenstadt. Die Stadtverordneten wollen noch keinen Förderantrag stellen, da die Planung des Fachmarktes seit fast zwei Jahren stockt und die Mittel sonst verfallen könnten. Es gebe wohl Probleme mit den Eigentümern, vermutet Behrens.

Im vergangenen Jahr standen rund 1,3 Millionen Fördergelder für Gemeinden Schleswig-Holsteins zur Verfügung, die diese für neue Projekte beantragt hatten. Eine Million erhielt allein die Karpfenstadt, der Rest wurde unter den weiteren Antragstellern verteilt. „Das Ministerium ist Reinfeld wohlgesonnen“, so Behrens. Das liege hauptsächlich daran, dass die Fördergelder sinnvoll eingesetzt und die Sanierung zügig umgesetzt werde. In Reinfeld sehe man, dass etwas passiere – im Gegensatz zu einigen anderen Kommunen. So habe er es im Ministerium gehört.

Das macht den Stadtvätern Mut, weiter auf die dringend notwendige Stadtsanierung zu setzen. Bürgermeister Heiko Gerstmann spricht von mindestens 300 neuen Wohnungen, die bis 2030 geschaffen werden müssten – nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für Singles und Familien. Die Planungen für den neuen Bahnhof und die Bahnquerung in Form der längst beschlossenen Brücke schreiten ebenfalls voran. Zurzeit werden die Details der Verkehrsführung und rund um den Bahnhof festgelegt.

 

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erstellt am 09.Okt.2015 | 06:00 Uhr

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