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Stormarner Tageblatt

22. November 2017 | 00:28 Uhr

Reinfeld ist jetzt Fair-Trade-Stadt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Als zweite Stadt in Stormarn ausgezeichnet / Planung für eine Auszeichnungsfeier laufen auf Hochtouren

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 12:36 Uhr

Die Bewerbung war erfolgreich: Die Karpfenstadt darf sich jetzt „Fair-Trade-Town“ nennen. Nach Bad Oldesloe ist Reinfeld die zweite Stadt im Kreis Stormarn, die diesen Titel tragen darf. Der Weg zur Fair-Trade-Stadt war nicht leicht.

Im April vergangenen Jahres gab es eine äußerst knappe Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung. Neun der Stadtverordneten stimmten mit Ja, acht mit Nein. Es gab zwei Enthaltungen. Hauchdünn war die Entscheidung für den Antrag der Grünen. Danach legten sich die Grünen richtig ins Zeug, luden zu einer Informationsveranstaltung ein und gründeten eine Steuerungsgruppe mit neun Bürgerinnen und Bürgern – eine für die Anerkennung ebenfalls notwendige und oftmals schwer zu erfüllende Voraussetzung. „Wir erfüllen die Kriterien mehr als gefordert und haben bisher viel Interesse und Resonanz erfahren“, gab sich schon im Mai Ines Knoop-Hille, Vorsitzende der Fraktion, optimistisch. Sie ist auch Initiatorin der Fair-Trade-Bewerbung. Und sie sollte Recht behalten. Jetzt kam das offizielle Schreiben vom Verein Fair Trade Deutschland. Reinfeld gehört jetzt zu einer der 510 Städte im gesamten Bundesgebiet mit dieser Auszeichnung.

Die Planungen für eine Auszeichnungsfeier laufen auf Hochtouren. Das erste Planungstreffen soll bereits am Mittwoch, 8. November, stattfinden. Zwei gastronomische Betriebe bieten Fair-Trade-Produkte an und fünf weitere Geschäfte aus dem Einzelhandel sorgen dafür, dass die Kriterien auch im Einzelhandel mehr als erfüllt werden. Auch die Kath. und Ev. Kirchengemeinde (Angebote aus dem Welt-Laden), der Verein SII-Kids (Bildungsangebote), die Matthias-Claudius-Schule (Kakaoprojekt) und der Landfrauenverein (Kaffee, Tee) sowie das Kultur-Café der Flüchtlingshilfe (Kaffee, Tee, Zucker) machen mit, indem sie Produkte verwenden oder anbieten oder Bildungsangebote durchführen. Mit der Immanuel-Kant-Schule werden noch Gespräche geführt.

Die Grünen hoffen, dass durch die geplante Ehrungsfeier weitere Geschäfte, Organisationen und Firmen für die Fair-Trade-Idee begeistert werden können.

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