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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 03:11 Uhr

Karpfenstadt : Reinfeld erlebt drei tolle Tage

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Konzept des Karpfenfestes ging wieder voll auf und war einmal mehr ein modernes Ereignis für alle Generationen.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 06:00 Uhr

„Was für ein tolles Fest“, zieht Organisator Martin Huss Bilanz und zeigt sich begeistert von der Resonanz auf die Bemühungen der AG Karpfenfest, aus dem Traditionsfest ein modernes Ereignis für alle Generationen zu machen. Seit ein paar Jahren findet das Karpfenfest Ende August statt – wohl überlegt von Huss und seinen Mitstreitern, denn ein solches Groß-Event, das Tausende von Menschen aus der weiteren Umgebung anziehe, stehe und falle nun mal auch mit dem Wetter. Der angekündigte Dauerregen und das Gewitter blieben dann auch zumindest über längere Strecken aus, so dass sich vor allem abends die Seepromenade und der Karpfenplatz schnell mit feiernden Menschen füllten.

Während zur Eröffnung am Freitagabend beleuchtete Boote der Reinfelder Rudergemeinschaft (RRG) an der Promenade auf und abfuhren, versammelten sich hunderte Zuschauer am Teich. Höhepunkt der Feierlichkeiten war eindeutig das große, 20-minütige Feuerwerk über dem Wasser. Immer und immer wieder schossen die Pyrotechniker bunte Lichterfontänen in die Luft, die wie ein Regen auf den Herrenteich niederfielen – teils direkt an der Badeanstalt, teils auch auf einem Ponton mitten im Teich. Das war am Ende allen Zuschauern einen kräftigen Applaus wert. Ein voller Erfolg, findet auch Martin Huss. Das Feuerwerk ist bereits zum zweiten Mal ein wahrer Hingucker beim Karpfenfest.

Etwas schleppend – wahrscheinlich bedingt durch ein paar Regentropfen – lief das Fest am Sonnabend an. Nur eine spärliche Anzahl von Besuchern feuerte die acht Teams der 10. Reinfelder Ruderregatta an. Besonders viel Mühe hatten sich die Teams, die laut Moderator insgesamt 1168 Kilometer beim vorherigen wochenlangen Training gerudert seien, mit ihren Outfits gegeben. Die Volleyballmannschaft des SV Preußen hatte sich Wikingerhüte mit Hörnern aufgesetzt, während sich die beiden Teams der Firma Duräumat in quietsche-bunten Kostümen als Schweinchen in die Riemen legten. Erstmals mit dabei war das Boot „Die Bunten“ – eine Mannschaft der Initiative „Asyl in Reinfeld“ mit syrischen, iranischen und afghanischen Flüchtlingen an Bord. Das Team schlug sich trotz einiger Verständigungsprobleme wacker. Am Ende gewann das Boot der ev. Kirchenjugend, dicht gefolgt vom Duräumat-Team ( mit dem besten Outfit des Tages) und den Volleyball-Wikingern des SV Preußen.

Im Gourmet-Zelt an der Promenade sorgte ein Team von Ehrenamtlichen für das leibliche Wohl und selbstverständlich auch für frisch gezapftes Reinfelder Mönchsbräu. Die Helfer verzichteten allerdings wegen der sommerlichen Temperaturen auf die Mönchskutte, sondern traten stattdessen in Fischerhemden hinter den Tresen. Schon seit Jahren mit dabei: Reinhart Maziejewski, der Onkel von Mit-Organisatorin Nicole Huss. Zu allen Reinfelder Festen kommt er und hilft kräftig mit. Die Stimmung sei einfach wunderbar, die Leute so nett, es mache ihm einfach Spaß. Und einen lustigen Spruch hat der gebürtige Rheinländer sowieso für die Gäste auf den Lippen. Und wo blieb der Karpfen bei all den Feierlichkeiten? Teichwirt Alfred Wenskus und seine Frau Annegret hatten sich bestens auf den Ansturm vorbereitet, die Tische vor dem Fischhaus liebevoll gedeckt und servierten Delikatessen rund um das Wappentier sowie Fischbrötchen. Wenkus: „Das große Abfischen findet dann am 19. Oktober statt.“

Ein Fest für die ganze Familie – das Konzept ging wieder auf. Karussells, Mutzen und Mandeln sowie eine Bühne für die Jugendlichen auf dem Karpfenplatz, eine größere Bühne direkt an der Seepromenade mit so bekannten Bands wie Gran Torino, United Four und Onenness live – so kam jeder auf seine Kosten. Wasserballett, die Modellbau-Regatta um das Blaue Band der Karpfenstadt sowie diverse Showeinlagen auf der Bühne rundeten das Programm unterhaltsam ab.

Martin Huss organisiert seit mehr als zehn Jahren das Karpfenfest in dieser modernen Form: „Wir haben jedes Jahr immer wieder etwas verbessert. Immer mehr Vereine und Initiativen haben sich mit eingeklinkt, sodass so viele Mitwirkende wie noch nie mit im Boot sitzen und sich die Anzahl der Stände immer weiter erhöht.“ Für ihn ist es Ehrensache, das Traditionsfest in seiner Heimatstadt zu organisieren. Dabei gehe es ihm durchaus nicht ums Geld, dabei käme höchstens ein Plus-Minus-Null heraus, sondern darum, drei wirklich schöne Tage für die Besucher zu zaubern. Das ist ihm und seinem Team wieder einmal gelungen.

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