Wachablösung : Reinfeld erklimmt die Tabellenspitze

Der SC Elmenhorst um Pawel Lukaszewicz (li., hier im Luftkampf mit Julian Beeth) trennte sich im Topspiel der Kreisliga 1:1 vom SSV Pölitz, der durch das Remis die Tabellenführung einbüßte.
Der SC Elmenhorst um Pawel Lukaszewicz (li., hier im Luftkampf mit Julian Beeth) trennte sich im Topspiel der Kreisliga 1:1 vom SSV Pölitz, der durch das Remis die Tabellenführung einbüßte.

Im Topspiel der Fußball-Kreisliga haben sich der SC Elmenhorst und der SSV Pölitz 1:1-Unentschieden getrennt. Vom Remis profitierte der SV Preußen Reinfeld, der nach einem 3:1 über Hoisdorf die Tabellenführung übernahm.

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26. November 2013, 08:00 Uhr

In der Fußball-Kreisliga haben sich am Wochenende die Ereignisse überschlagen. Der ersatzgeschwächte SC Elmenhorst erkämpfte sich gegen den SSV Pölitz im Topspiel ein 1:1 (1:0). Da beide Spitzenteams sich so gegenseitig Punkte abnahmen, ergatterte der SV Preußen Reinfeld durch seinen 3:1 (3:0)-Erfolg über den TuS Hoisdorf die Tabellenführung. Auf der anderen Seite des Tableaus ließ der FC Ahrensburg aufhorchen: Das Tabellenschlusslicht, bisher eher Kanonenfutter als ebenbürtige Konkurrenz, trat erstmals nahezu in Bestbesetzung auf – und erzielte mit einem 3:0 gegen die FSG Südstormarn die ersten Punkte der Saison.

SC Elmenhorst – SSV Pölitz 1:1 (1:0)

Das 1:1 im Spitzenspiel freute vor allem einen: Den SV Preußen Reinfeld. Der nämlich setzte sich wieder an die Tabellenspitze. Wirklich unzufrieden aber war auch Elmenhorsts Trainer Georg Jobmann nicht. „Wir stellen keine Ansprüche auf die Meisterschaft. Bei uns sind sechs Spieler ausgefallen, zwei angeschlagene waren auf dem Platz und nur zwei auf der Bank – heute haben quasi die letzten Mohikaner gespielt. Dafür geht das Ergebnis in Ordnung“, sagte der SCE-Coach. Das SCE-Team war sogar durch einen souverän verwandelten Foulelfmeter des Trainersohnes in Führung gegangen, ließ in der ersten Halbzeit nur eine Pölitzer Chance zu. „Im zweiten Durchgang haben wir uns zu weit hinten reindrängen lassen“, erklärte Jobmann. Der SSV Pölitz aber kam dennoch kaum zu zwingenden Chancen, Rüder aber glich mit einem Sonntagsschuss in den Winkel aus (72.).

Tore: 1:0 Jan-Hendrik Jobmann (35., Foulelfmeter), 1:1 Niklas Rüder (72.).

SV Preussen Reinfeld – TuS Hoisdorf 3:1 (3:0)
Eine halbe Stunde lang bot Reinfeld Fußball zum Zungeschnalzen. Drei Tore waren die Ausbeute, vier oder fünf aber hätten es sein müssen, erklärte Trainer Jochen Prieß. „Nach 30 Minuten haben wir mal wieder die Konzentration vermissen lassen. Das ärgert mich, weil wir einen höheren Sieg verschenkt und noch ein Gegentor kassieren haben“, ärgerte sich Prieß: „Auch wir müssen über 90 Minuten hundert Prozent geben, sonst wird das nichts.“ Dass die Konzentration nicht immer hochgehalten worden war, spiegelte sich auch im Elfmeter von Bastian Beth wider, den der Reinfelder neben das Tor setzte. „Das passt ins Bild – es war der dritte Strafstoß, den wir jetzt hintereinander vergeben haben“, rechnete Prieß vor.

Tore: 1:0 Dennis Lie (5.), 2:0 Tassilo von Domarus (9.), 3:0 Dennis Lie (16.), 3:1 Sebastian Kinsel (70.).

Bes. Vork.: Bastian Beth (SVP) verschießt Foulelfmeter (64.).

SV Meddewade – SSC Hagen Ahrensburg II 2:5 (0:3)

Die Ahrensburger präsentierten sich „abgezockt“, wie Meddewades Coach Heiko Henneking feststellte. „Vor Hagens Führungstor hatten wir drei Hochkaräter, die wir allesamt versieben. Ahrensburg hat drei Chancen in der ersten Halbzeit und schießt drei Tore“, erklärte Henneking den Unterschied. Der Spielverlauf war nämlich – auch wenn die Gäste spielerisch stärker waren – keinesfalls so klar wie es das Ergebnis vermuten lässt. Henneking lobte daher: „Meine Mannschaft hat zu keiner Zeit den Kopf hängen lassen und die zweite Halbzeit mehr als ausgeglichen gestaltet. Über ein Remis hätte sich Hagen nicht beschweren können.“

Tore: 0:1 Jan-Niklas Danger (8.), 0:2 Rico Pohlmann (10.), 0:3 Rico Pohlmann (21.), 1:3 Jonas Stolp (48.), 1:4 Jan-Niklas Danger (60., Foulelfmeter), 2:4 Markus Christian Schmidt (63.), 2:5 Rico Pohlmann (80.).

VfL Rethwisch – TSV Zarpen 4:2 (3:1)
VfL-Coach Kay Chylla freute sich zwar über die drei wichtigen Punkte, war aber ungehalten über die Einstellung seines Teams und die Vorstellung des Unparteiischen Michael Jorek in der zweiten Halbzeit. „Wir haben viel zu schwankend gespielt und nach dem 4:1 das Fußballspielen eingestellt“, kritisierte Chylla und betonte: „Der Schiedsrichter hat im ersten Durchgang gut gepfiffen, im zweiten aber den Faden verloren und unnötig Hektik reingebracht.“ Die zwei Roten Karten wegen Foulspiels hatte Chylla auch anders gesehen. „Beides war maximal Gelb.“

Tore: 1:0 Jan Häger (14.), 1:1 Tim Niklas Braun (18.), 2:1 Lasse Breede (28.), 3:1 Nico Plog (38.), 4:1 Nico Plog (49.), 4:2 Torben Lütjohann (90.+1).

Rote Karte: Hartmut Kruse (Zarpen, 60.); Oliver Böck (Rethwisch, 85., beide wg. groben Foulspiels).

Witzhaver SV – Türkspor Oldesloe 4:1 (4:1)

Die Zuschauer hätten nach 45 Minuten bereits nach Hause gehen können. „Wir haben die Partie im ersten Durchgang entschieden, nach der Pause war nicht mehr viel los“, erklärte WSV-Trainer Wolfgang Spethmann. Zwei Doppelschläge sicherten drei Punkte, im zweiten Durchgang kam nur noch wenig Spielfluss auf, da die Partie immer wieder wegen kleiner Fouls unterbrochen werden musste.

Tore: 1:0 Justin Dülge (26.), 2:0 Sven Walter (28.), 2:1 Muhamet Zeka (35.), 3:1 Sven Walter (40.), 4:1 Benjamin Bergmann (43.).

SV Hamberge – WSV Tangstedt II 3:1 (1:0)
Pflichtaufgabe gelöst: Ohne zu glänzen hat sich der SV Hamberge mit 3:1 gegen die ersatzgeschwächt angetretene Reserve des WSV Tangstedt durchgesetzt. Mosler sorgte für die knappe Pausenführung der Gastgeber, die zwar die Partie dominierten, sich allerdings dabei nicht mit Ruhm bekleckerten. Nach der Pause zogen die Gastgeber das Tempo an und sorgten durch Matthies und Duchrow für die Entscheidung. Für Ergebniskosmetik sorgte der eingewechselte Martin Klüver mit einem Schuss ins eigene Tor.

Tore: 1:0 Kristian Mosler (24.), 2:1 Norman Matthies (61.), 3:0 Marius Duchrow (78.), 3:1 Martin Klüver (81., Eigentor).

FSG Südstormarn – FC Ahrensburg 0:3 (0:1)
FCA-Coach Udo Stroinski schwärmte nach dem ersten Saisonsieg geradezu von seiner Mannschaft. „Wir konnten das erste Mal nahezu in Bestbesetzung spielen. Die Einstellung war super, die Jungs haben ihre Positionen gehalten – wir waren die bessere Mannschaft“, sagte Stroinski. Das konnte sein Gegenüber Florian Bergmann bestätigen. Sein Team hatte die Gäste unterschätzt: „Bei uns wurde doch im Vorfeld leider schon darüber gesprochen, wer wie viele Tore schießt. Unser Auftritt war eine Frechheit.“

Tore: 0:1 Philipp Belkin (3.), 0:2 Dennis Zierke (70.), 0:3 Marcel Seifert (80.).

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