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Reinbek will Kreisel – und kriegt nur Asphalt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 20.Sep.2013 | 17:44 Uhr

„Wir warten nicht“, sagt Kreisbauamtsleiter Klaus Kucinski und lässt keinen Zweifel, dass man mit der Sanierung der K 80 zwischen Gutenbergstraße und Landesgrenze Hamburg loslegen will. Die Zuschüsse von 561 000 Euro für Millionenprojekt fließen nämlich nur, wenn die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. An der Sanierung sind drei Parteien beteiligt: Neben dem Kreis auch das Land mit der L 223 sowie Reinbek, weil der östliche Teil der L 223 in der Baulast der Stadt liegt.

Im April hatte der Kreisverkehrsausschuss den Antrag aus Reinbek abgelehnt, statt einer Kreuzung einen Kreisverkehr zu bauen, was fast 700 000 Euro teurer wäre. Bis Mitte September gab man Reinbek Zeit, sich zu entscheiden, ob man diese Mehrkosten tragen will. Aufgrund der Querelen in Reinbek hat er neuformierte städtische Bau- und Planungsausschuss unter dem Vorsitz von Heinrich Dierking (Forum 21) erst jetzt zum ersten Mal getagt.

Einstimmig verweigerte das Gremium, das Geld für den städtischen Anteils an der Straßensanierung freizugeben, 238 000 Euro. Mit großer Mehrheit bekräftigte der Ausschuss zudem noch mal, dass man an der Kreuzung Hamburger Straße/K80 eine Kreisverkehrsanlage möchte. Begründung: Mit täglich 20 000 Fahrzeugen und zunehmender Belastung wäre ein Kreisel angemessen.

Kucinski sieht das anders: „Wir ziehen jetzt unsere Grundsanierung durch und werden im städtischen Stück nur die Asphalt erneuern.“ Selbst wenn Reinbek noch eine städtische Finanzierung des Kreisverkehrs hinbekommt, inklusive Planfeststellung dürfte es zwei bis drei Jahre dauern, bis wirklich gebaut werden könnte, schätzt Kucinski. Vielleicht dauert es auch viel länger, und dann macht es nichts, dass die Asphaltdecke nur acht bis zehn Jahre halten soll.

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