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Bad Oldesloe : Rechnung für „Kurpark-Kompromiss“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der VfL hatte sich erfolgreich geweigert, die vom SV Türkspor errechnete anteilige Pacht zu bezahlen. Jetzt gibt es eine Finanzierungslücke von gut 2100 Euro.

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erstellt am 30.Sep.2015 | 06:00 Uhr

Jetzt kommt die Endabrechnung auf den Tisch: Der von Bürgerworthalter Rainer Fehrmann vermittelte „Kompromiss“ bei der Kurpark-Stadion-Pacht zwischen dem SV Türkspor und dem VfL kostet 2165,23 Euro. Über einen entsprechenden Antrag von Türkspor muss der Sozialausschuss heute Abend beraten.

Die Stadt hat das Kurparkstadion nach der Auflösung des FFC an den SV Türkspor verpachtet. Der wiederum hat Vereinbarungen mit anderen Vereinen, die auf der Anlage trainieren – entsprechend der Nutzung müssen sie sich anteilig an den Betriebskosten beteiligen. So weit so logisch. Der VfL, damals noch unter dem Vorsitzenden Detlef Rädisch, hatte sich geweigert, die auf ihn entfallenden 758 Euro monatlich zu bezahlen. Das sei mehr als doppelt so viel wie vorher und für die Vereinskasse nicht tragbar.

Monatelang gab es Streit, Zahlungsverzug und Ultimaten. Erst als sich der Bürgerworthalter der Sache annahm, wurde ein „Kompromiss“ vereinbart. An der Kostenaufstellung an sich gab es nur wenig zu kritisieren. Trotzdem wurde dem VfL anfangs zugebilligt 710 statt der veranschlagten 758 Euro zu zahlen. Aber das reichte noch nicht. Am Ende wurde eine monatliche Nutzungspauschale von 590 Euro vereinbart. Sollte sich bei der Endabrechnung herausstellen, dass das zu wenig war, könne Türkspor ja einen Zuschussantrag bei der Stadt stellen.

Die Endabrechnung liegt vor, und natürlich klafft da eine Lücke. Wie kaum anders zu erwarten, schlagen die 120 Euro Differenz für zehn Monate mit 1200 Euro zu Buche. Es kommen aber noch gut 960 Euro oben drauf. Das hängt damit zusammen, dass der mit Reinigungsaufgaben betraute Platzwart und Gastronom nicht mehr unter die Kleingewerberegelung fällt. Damit werden 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig. Der VfL ist mit seiner Pauschale fein raus, der SVT sitzt jetzt auf dem Defizit.

Die Verwaltung schlägt vor, den Zuschussbetrag aus einem Haushaltsposten zu nehmen, der eigentlich für den VfL vorgesehen ist. Die 18  000 Euro Zuschuss für Travestadion, Platzwart Wendum und Nutzung Masurenweg sind allerdings mit einem Sperrvermerk versehen und werden erst ausgezahlt, wenn eine genaue Abrechnung vorliegt.

Für die Zukunft wurden mit allen Nutzern pauschale Betriebskostenzahlungen vereinbart. „Der SVT trägt also alleine das Kostensteigerungsrisiko“, erklärt Stadionmanager Gökhan Akdemir, der aber trotzdem zufrieden ist: „Die Zusammenarbeit mit allen Nutzern funktioniert bisher sehr partnerschaftlich und einwandfrei.“


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