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Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 14:41 Uhr

Ahrensburg : Raum für den Schlosspark

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Schloss Ahrensburg zeigt in einer Sonderausstellung den Garten im Wandel der Epochen auf.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Das Schloss in ganzer „Blüte“ präsentieren – das haben sich Museumsleiterin Dr. Tatjana Ceynowa und ihr Team mit ihrem neuen Projekt auf die Fahnen geschrieben: Ab Sonnabend startet die Sonderausstellung „Gräben, Grün und Gartenkunst“, in der der Schlosspark im Wandel der verschiedenen Epochen für die ganze Familie präsentiert wird.

„Endlich können wir auch die Geschichten außerhalb der Schlossmauern erzählen“, freut sich Eva Stankowski, Szenographin und gemeinsam mit Graphikdesignerin Luisa Wolf Zuständige für die Raumgestaltung. Schon während der Arbeit für das im letzten Mai eröffnete Historienkabinett habe man den Wunsch verspürt, das Schloss endlich als ganzen „Organismus“ darzustellen, so Ceynowa. Der Schlosspark sei außerdem ein bedeutsamer Teil der geschichtlichen Entwicklung. Die Museumsleiterin bemerkt die besonderen Herausforderungen bei der Umsetzung einer Gartenausstellung: „Entscheidend war für uns, nicht einfach nur Texttafeln aufzustellen. Die Besucher sollen den Park lebhaft erfahren, daher haben wir zum Beispiel auch mit echten Pflanzen gearbeitet.“

Konzept- und Textentwicklerin Sonja Vogt war es wichtig, alle Seiten der Parknutzung darzustellen: „Was viele nicht wissen, ist dass das Schloss bis zum 18. Jahrhundert als Gut überwiegend landwirtschaftlich bewirtschaftet wurde. Da war der repräsentative Gartenanteil noch ganz klein.“ Schon in der Vorbereitung der Ausstellung habe man bei der Sichtung alter Fotos überraschende Details entdeckt. Besondere Hilfe sei auch das geschichtliche Detailwissen des Stadtarchivs gewesen.

Nachdem 1759 Heinrich Carl Schimmelmann das damalige „Gut Ahrensburg“ erwarb, begann eine umfangreiche Umstrukturierung des Schlossparks: „Mit viel Aufwand für das äußere Ambiente wurde der Garten ausgeweitet, die adlige Repräsentation war damals sehr wichtig“, so Dr. Angela Behrens, Leiterin des Stadtarchivs. Vor allem mit exotischen Gewächsen, aufwendig gestalteten Sichtachsen und Lindenbäumen für den schönen Duft wurde der Park erweitert. Im 20. Jahrhundert kamen dann Elemente der englischen Gärten hinzu.

Die Entwicklung, Pracht und Vielfalt des Schlossparks sind nun in einem Raum im 2. Obergeschoss des Schlosses zu bewundern. Neben Informationstafeln zur Parkgeschichte gibt es diverse Exponate der früheren Gartenarbeit, Porzellan und vor allem spielerische Elemente zur Architektur und den Pflanzenarten des Parks. „Wir freuen uns, dass wir einen Ort geschaffen haben, an dem der Schlosspark generationenübergreifend erlebt und kennengelernt werden kann“, so Stankovski.

Ab Sonnabend, 14. Oktober, ist die Ausstellung fortwährend an den Wochenenden zwischen 12 und 16 Uhr zu besichtigen. Die Einrichtung der Ausstellung wurde durch die Stadt, den Kreis und die Sparkassenstiftung ermöglicht.

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