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Stormarn Tourismus : Radwanderwege sind beliebt

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die meisten Touristen kommen zum Radeln nach Stormarn, und viele wollen nach Büttenwarder. Im nächsten Jahr wird der Internetauftritt optimiert.

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erstellt am 06.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Der touristische Internet-Auftritt Stormarns soll modernisiert und für mobile Nutzung fit gemacht werden. „Im nächsten Jahr wollen wir den Relaunch angehen“, sagt Tourismusmanagerin Rabea Stahl. Die technische Basis für die Seiten stammt aus dem Jahr 2011, als die mobile Nutzung über Smartphones und Tablets noch nicht so weit verbreitet war. Das ist heute anders – Tablet-Surfer steigen bei tourismus-stormarn.de schnell wieder aus, weil die Seiten nicht richtig dargestellt werden.

Das soll sich 2016 ändern, eine eigene App „spielt aber noch keine Rolle für uns“, so Rabea Stahl. Immerhin soll aber die Vorstufe eines Buchungssystem mit installiert werden, auf dem sich die Gastgeber besser darstellen können als heute. Auf einem Belegungskalender können die Besucher erkennen, wo es zu welcher Zeit freie Hotelzimmer oder Ferienwohnungen gibt. Die Buchung muss aber weiter über die einzelnen Gastgeber erfolgen.

Bereits ab Oktober wird der Stormarner Veranstaltungskalender im Internet mit der Datenbank der Metropolregion Hamburg verkoppelt. Dann findet man die Termin nicht nur auch den Stormarner Seiten, sondern auch unter Hamburg Tourismus. „So kann man viel mehr Menschen erreichen“, ist Rabea Stahl, die bislang alle Termine selbst einträgt. Die künftige Datenbank wird für Gemeinden und Kulturanbieter kostenlos nutzbar sein, so Rebea Stahl.

Das größte touristische Interesse an Stormarn gibt es im Bereich Radtouren. Vor allem die Radwanderwege Touren auf den ehemaligen Bahnstrecken werden nachgefragt. „Viele interessiert es gar nicht mehr, wie lang die Tour ist, weil sie ihre Pedelecs mitbringen“, sagt die Tourismus-Managerin. An Ständen werde zudem oft nach Ausflugszielen gefragt, „wo man mal hin kann.“ Auch die Tagesbustouren „laufen ganz gut“. Hier wie bei den Radtouren, ist es vor allem ein Ziel in Stormarn, das zieht: Büttenwarder.

„Büttenwarder lockt Touristen nach Stormarn“, weiß auch Helga Struwe, Inhaberin von Op’n Drahtesel. Die Trittauerin bietet Radtouren an, nicht nur, aber vor allem in der Region. Und nach Büttenwarder wollen mittlerweile auch Gäste aus Sachsen, Thüringen oder Nordrhein-Westfalen. „Sie verbringen oft das Wochenende in Stormarn und machen einen Tag Büttenwarder. Das wird auch häufiger mal verschenkt“, so Helga Struwe.

Ziele sind nicht nur der Dorfkrug, Brakelmanns Hof, und das Bürgermeisterhaus, sondern auch der Reiterhof aus „Liebesnacht in Büttenwarder“ oder die Kirche aus „Ferienfieber“. Und wenn nach 35 Kilometern genug Puste vorhanden ist, kann man noch zum Pflegeparadies „Alte Eichen“ von Onkel Krischan abbiegen. „Kaum jemand weiß, wie verstreut das alles liegt“, sagt Hega Struwe. Die Nachfrage nach Radtouren ist mittlerweile so groß, dass „ich an meine Grenze komme und im nächsten Jahr auch mit Tourenleitern arbeiten werden.“

Mit der Entwicklung im Tourismus ist auch Dehoga-Chef Axel Strehl zufrieden. Nach den neuen Zahlen des Statistischen Landesamts, das Betriebe mit mindestens zehn Betten auswertet, gab es von Januar bis Juli 214  707 Übernachtungen in Stormarn. Das ist zwar nur ein Plus von 0,8 Prozent zum Vorjahr, „aber wir haben eine Steigerung, und solange es weiter bergauf geht, können wir nicht meckern“, sagt der Ahrensburger. In Ahrensburg (plus 5,8 Prozent auf 39  022) und in Reinbek (8,8 Prozent 17999) ging es am stärksten bergauf. Bad Oldesloe liegt mit 1,4 Prozent auf 38924 Übernachtungen im Plus. Weniger Übernachtungen wurden in Lütjensee und Reinfeld gezählt.

Dass der Radtourismus boomt, kann auch Axel Strehl bestätigen. „Und jeder Tourist möchte dann auch vernünftig essen gehen. Das können wir in Stormarn bieten.“ Themenpakete, die all das kombinieren, gibt es bislang nur von einzelnen Häusern. „Ich hoffe, dass solche Angebote aus der Zusammenarbeit mit Rabea Stahl erwachsen“, sagt Strehl.

 

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