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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 07:28 Uhr

Bad Oldesloe : Radhaus liegt weiterhin auf Eis

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Eine Förderung von 87,5 Prozent steht im Raum, eine eindeutige Aussage gibt es allerdings nur nach Antragstellung. Doch dafür gab es im Bauausschuss keine Mehrheit.

Eigentlich ist die Errichtung eines Radhauses am Bahnhof in Bad Oldesloe längst beschlossen. Weil die Lokalpolitiker noch überprüfen lassen wollten, welche Fördergelder fließen könnten und wie hoch alternative Rad-Unterbringungen gefördert würden, liegt ein Sperrvermerk auf den eingestellten Geldern. Kämmerin Mandy Treetzen klärte nun im Bauausschuss über ihre Erkenntnisse auf. „Bis zu 75 Prozent der förderfähigen Summe übernimmt die Nah.SH, weitere 12,5 Prozent würden aus einem Förderfonds fließen. Insgesamt kommt man somit auf maximal 87,5 Prozent“, sagte sie. „Mehr können wir nicht tun. Die reale Fördersumme bekommen wir mit einem Antrag“, stellte Treetzen klar.

„Dann kostet uns das Radhaus nur 90 000 Euro“, rechnete Wilfried Janson (Grüne) vor. Die Nah.SH spricht in einer Antwort an Bürgermeister Jörg Lembke allerdings davon, dass das Radhaus „sehr hohe Kosten“ verursache und die Kostenschätzung nicht nachvollziehbar sei. Als dritten Variante schlägt sie eine „Sammelschließanlage vor. Für Matthias Rohde (FBO) mehr als nur ein Hinweis darauf, dass es kaum Förderung von der Nah.SH geben wird. Er warb für andere Lösungen. „Ein Radhaus ist doch eh nichts anderes als überdachte Boxen“, sagte Rohde. „Das beweist, dass Sie sich mit dem Radhaus überhaupt nicht auseinander setzen“, konterte Hans-Hermann Roden (SPD). „Es ist pure Spekulation, was die FBO wieder als Fakten darstellt“, sagte auch Janson.

„Uns lagen diese Unterlagen und Zahlen nicht rechtzeitig vor. Wir müssen neu diskutieren“, sagte CDU-Mann Uwe Rädisch. Die SPD wollte einen Förderantrag auf den Weg bringen. Alle anderen Parteien stimmten dafür, dass in den Fraktionen das Vorgehen beraten werden soll. „Ich finde es schade, dass das alles immer weiter verschleppt wird“, so Roden. Man drehe sich im Kreis und es bestehe der Verdacht, dass das Projekt sich totlaufen soll, sagte Ausschussvorsitzende Maria Herrmann. (SPD). 

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