Brandserie in Stormarn : Prozess: Haftstrafen für Brandstifter von Ahrensburg

Der zweite Brand in einer Nacht in Ahrensburg: Nachdem das Feuer in einer Gartenlaube gelöscht war, mussten die Einsatzkräfte zu einem brennenden Strohlager ausrücken.
Immer wieder musste die Feuerwehr im Raum Ahrensburg anrücken, um Feuer zu löschen.

Die 17- und 20-jährigen Angeklagten hatten 2014 mehrere Brände gelegt – der Auftrag sollte von Feuerwehrleuten stammen.

shz.de von
27. Juli 2015, 14:55 Uhr

Ahrensburg | Das Amtsgericht Ahrensburg hat zwei junge Männer wegen Brandstiftung zu Haftstrafen verurteilt. Ein 17 Jahre alter Angeklagter wurde unter Einbeziehung von zwei früheren Verurteilungen zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt, teilte das Gericht am Montag mit. Sein 20 Jahre alter Mittäter wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Wegen ihres Alters fand der Prozess vor dem Jugendschöffengericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

Die Angeklagten hatten zwischen Juli und Oktober 2014 in der Umgebung von Ahrensburg in vier Fällen Strohlager und einen Dunghaufen angezündet.

Vier Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensfelde hätten sie mit den Brandstiftungen beauftragt, gaben die beiden Jugendlichen an. Auch gegen sie soll Anklage erhoben werden. Bei den Bränden wurde niemand verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 70.000 Euro.

Insgesamt ist es in den vergangenen Jahren zu vermutlich 117 Brandstiftungen im Kreis Stormarn und besonders in Ahrensburg gekommen. Ein großer Teil dieser Taten ist immer noch nicht aufgeklärt.

Zwischen dem 30. Oktober 2013 und dem 27. Oktober 2014 gingen immer wieder, teilweise weit abgelegene, Strohlager in Flammen auf. Die Feuerwehr konnte nichts anderes tun, als die Heuballen kontrolliert abbrennen zu lassen, denn zu retten gab es nie etwas. Was die Feuerwehr in unregelmäßigen Abständen zu leisten hatte, beweist eine Auswahl an Einsätzen.

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