Bahnübergang Rümpel : Prozess gegen Schrankenwärter eingestellt

Von dem Ford Fiesta blieb nach dem Unfall nur ein völlig zerstörtes Blechknäuel übrig.
Von dem Ford Fiesta blieb nach dem Unfall nur ein völlig zerstörtes Blechknäuel übrig.

Der Angeklagte Schrankenwärter verlässt den Gerichtssaal als freier Mann. Gegen Zahlung einer Geldauflage wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt.

Andreas Olbertz. von
10. Februar 2016, 13:02 Uhr

Drei Verhandlungstage waren angesetzt, doch die werden nicht benötigt. Im Prozess um den tödlichen Unfall am Bahnübergang Rümpel/Rohlfshagen hat das Gericht das Verfahren gegen den Schrankenwärter bei Zahlung einer Geldauflage eingestellt.

Eine 56-Jährige war im November 2014 in ihrem Auto von einem Regionalexpress erfasst und 500 Meter weit mitgeschleift worden. Sie starb noch an der Unfallstelle. Weil die Schrankenanlage im April 2013 bei einem Blitzschlag zerstört worden war, musste ein Schrankenwärter, vor Ort eine Behelfsanlage bedienen. Dabei soll er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft einen folgenschweren Fehler gemacht haben und wurde deshalb wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Aber das Gericht hatte Zweifel. So konnte offenbar nicht ausgeschlossen werden, dass die Frau schon los fuhr, obwohl die Schranken noch nicht ganz geöffnet waren.

Ausführlicher Bericht morgen im Stormarner Tageblatt.

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