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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 22:06 Uhr

Produktionsschule geschlossen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 03.Sep.2013 | 00:33 Uhr

2010 startete die Produktionsschule in Bad Oldesloe, in der Jugendliche und junge Erwachsene ohne Schulabschluss und mit verschiedenen Vermittlungshemmnissen auf den Beruf vorbereitet werden sollten.

Ende August hat die Produktionsschule geschlossen, bedauert der Ammersbeker SPD-Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes. Aufgrund der Kürzungen bei der Arbeitsförderung könne das Jobcenter Stormarn seinen Anteil nicht mehr zahlen.

Für Doris Ziethen-Rennholz, Chefin des Jobcenters, ist das allerdings „das normale Procedere“: „Das Projekt lief im August aus. Wir sind gerade dabei, die Schwerpunkte für 2014 festzulegen. Außerdem denkt man in Schleswig-Holstein darüber nach, solche Produktionsschulen mit EU- und Landesmitteln zu fördern.“

Billig ist das Angebot in Trägerschaft des Ausbildungsverbunds Stormarn/ Lauenburg nicht. Allein der Anteil des Jobcenters lag bei 75 000 Euro pro Jahr. Weiterer Träger ist die Arbeitsagentur. 79 Jugendliche durchliefen von 2008 bis 2012 die Produktionsschule. Gerade mal fünf begannen eine betriebliche Lehre, zwölf gingen in eine überbetriebliche Ausbildung, zwei in eine Berufsvorbereitung, einer in einen Sprachkursus.

Die SPD habe den Haushaltsansatz für Eingliederung in Arbeit um 1,6 auf 5,5 Milliarden Euro erhöhen und einen Schwerpunkt auf 20- bis 29-Jährige ohne Berufsabschluss legen wollen, sagt Thönnes, der Schüler auch mal nach Berlin eingeladen hatte: „Gerade weil mir bekannt ist, wie wichtig die Arbeit von Produktionsschulen für Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen ist, macht mich das ärgerlich.“

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