"Pro Park" siegt - Grünfläche bleibt

Der Park wird erhalten bleiben -  zur Freude von Burkard Dillig, Jens Seemann und Bernd Mutzeck (v.l.) von der Bürgerinitiative 'Pro Park'.
Der Park wird erhalten bleiben - zur Freude von Burkard Dillig, Jens Seemann und Bernd Mutzeck (v.l.) von der Bürgerinitiative "Pro Park".

Erfolgreicher Kampf gegen möglichen Discounter / SPD ist sich sicher: "Dort wird nichts mehr passieren"

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01. September 2012, 08:08 Uhr

Reinfeld | Die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung am 19. September steht zwar noch aus, aber es gilt schon als fast sicher: Die Grünfläche am Jungfernstieg gegenüber der Matthias-Claudius-Kirche wird erhalten bleiben. "Dort wird nichts mehr passieren", ist sich SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf-Jürgen Hanf sicher. Fast ein Jahr ist es her, dass sich Bürger für den Erhalt des kleinen Parks stark machten. Sie wehrten sich vehement gegen den Bau eines Discounters auf dem ehemaligen Stiftsgelände und sammelten rund 3500 Unterschriften. Jetzt tragen die Bemühungen der zu diesem Zweck gegründeten Bürgerinitiative "Pro Park" Früchte.

"Wir sind sehr froh, dass sich diese Entwicklung abzeichnet, dass die Stadt Abstand von der Bebauung nimmt", betont Bernd Mut zeck von "Pro Park". Auch der Vorsitzende der Wählerinitiative Reinfeld (WIR), Walter Engel, zeigt sich erleichtert: "Die WIR war immer gegen den Rahmenplan, der eine Park-Bebauung vorsah. Jetzt aber können wir den neuen Rahmenplan voll und ganz mit unterstützen."

Wie kam es zu der plötzlichen Entscheidung der Stadtverordneten? Anfang der Woche setzen sich Bürgermeister Gerhard Horn und Mitglieder der im Rathaus vertretenden Fraktionen mit Pro-Park-Mitgliedern zusammen. Die Initiative betonte noch einmal, auch keiner so genannten Kopfbebauung zuzustimmen. Am Ende stand fest: Es wird keine Bebauung geben.

Bürgervorsteher Hans-Peter Lippardt: " Die Diskussionen, ob die Stadt einen Discounter auf der Grünfläche zulassen dürfe, haben den Investor bewogen, von diesem Vorhaben an dieser Stelle abzusehen." Dieser Schritt habe wiederum zur Folge gehabt, dass auch der Dro-Discounters, der sich rechts neben dem Rathaus niederlassen wollte, sein Angebot zurückzog. Inzwischen habe man aber, ergänzt der Bürgermeister, eine alternative Lösung mitten in der Innenstadt gefunden, wo ein neuer Investor vielleicht schon 2013 mit den Baumaßnahmen für ein Einkaufszentrum mit kleinen Läden, einem Drogeriemarkt und Discounter beginnen wird. Sicherlich habe auch der massive Widerstand der Bürgerinitiative zu dieser Lösung geführt, räumt er ein.

"Wir sind an einem entscheidenden Wendepunkt angekommen und haben diesen kleinen Konflikt doch am Ende konstruktiv gelöst", sagt der Bürgermeister. Bei allen vorangegangenen Diskussionen, die zugegebenermaßen manchmal etwas hitzig gewesen seien, habe doch stets bei allen die Funktionsstärkung der Innenstadt im Fokus gestanden. Die Stadt sei glücklich, einen neuen Investor an einem anderen Standort gefunden zu haben. Bernd Mutzeck betont, dass niemals die Absicht bestanden habe, dem Bau eines Discounters und der Belebung der Innenstadt im Wege zu stehen - nur eben nicht auf der Grünfläche: "Uns liegt auch daran, die Entwicklung Reinfelds voranzutreiben." Bürgermeister und Bürgervorsteher sind sich sicher, dass die Stadtverordneten den geänderten Rahmenplan absegnen werden.

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