Reinbek : Preis gegen Gleichgültigkeit

Die Preisträger 2018 mit SPD-Kreischefin Susanne Danhier (von links), Frauke Behncke (Europakomitee Trittau), Lulu Kuhlwein, Annelie und Olaf Stötefalke (Arise e.V.), Festrednerin Edelgard Bulmahn und Birgit Kassovic (Vorsitzende des Preis-Kuratoriums).
Die Preisträger 2018 mit SPD-Kreischefin Susanne Danhier (von links), Frauke Behncke (Europakomitee Trittau), Lulu Kuhlwein, Annelie und Olaf Stötefalke (Arise e.V.), Festrednerin Edelgard Bulmahn und Birgit Kassovic (Vorsitzende des Preis-Kuratoriums).

Mit dem Olof-Palme-Friedenspreis 2018 würdigt die Stormarner SPD beispielhaftes soziales Engagement im Kreis. Der Ahrensburger Verein „Arise“ landete auf dem ersten Platz

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02. März 2018, 06:00 Uhr

Der Olof-Palme-Friedenspreis der Stormarner SPD wurde im Schloss Reinbek an zwei Initiativen überreicht. Den Hauptpreis und 1500 Euro Prämie erhielt der von Schülern in Ahrensburg gegründete Verein „Arise – eine Schule für Ghana“. Der mit 750 dotierte zweite Preis ging an das Europakomitee des Amtes Trittau.

Insgesamt waren neun Stormarner Initiativen, Vereine oder Einzelpersonen für den Preis nominiert worden. Der Olof-Palme-Friedenspreis erinnert an den vor 32 Jahren ermordeten Ministerpräsidenten von Schweden und wird seit 1987 alljährlich an seinem Todestag überreicht. So wie Palme über seine Tätigkeit in Schweden hinaus ein Vorkämpfer für Demokratie, Völkerverständigung und sozialen Fortschritt weltweit war, will der Preis beispielhafte ehrenamtliche Beiträge dazu aus dem Kreis Stormarn würdigen, erläuterte die SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier.

Die beiden Preisträger 2018 erfüllen diese Kriterien in besonderer Weise, wie das Kuratorium befand. Nachdem die Schülerin Annelie Stötefalke bei einem Volontariat in dem westafrikanischen Staat Ghana den großen Mangel an Schulen gesehen hatte, gründete sie mit Schulfreunden in Ahrensburg den Verein Arise. Ziel ist es, eine eigene Schule aufzubauen. Dazu nutzen die inzwischen 42 Mitglieder jede Gelegenheiten, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln.

Das Europa-Komitee des Amtes Trittau kümmert sich seit Jahren um den Austausch mit Partnergemeinden in Finnland, Frankreich, Polen und Großbritannien. Neben gegenseitigen Besuchen liegt ein Schwerpunkt auf der Jugendarbeit. Nach Ansicht des Kuratoriums wird damit das Fundament für eine friedliche Zukunft in Europa gestärkt.

Wie notwendig solche Initiativen sind, machte in ihrem Festvortrag die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, deutlich. Gerade heute müssen Werte wie Demokratie und soziale Gerechtigkeit, die sie mit Olof Palme und auch Willy Brandt verbindet, wieder stärker ins Bewusstsein gerückt werden. „Demokratie“, so Bulmahn, „ist nicht einfach ein Strukturprinzip der Gesellschaft, sie muss vielmehr täglich erkämpft werden“. Sie verlange Mut, öffentlich gegen Unrecht und Missstände aufzustehen.

In diesem Sinne sei schon die Nominierung für diesen Preis eine Auszeichnung, wie Landrat Dr. Henning Görtz in seiner Laudatio auf die neun Initiativen betonte. Neben den Preisträgern waren die Fußballer vom Ahrensburger Verein Roter Stern Kickers 05, die Fahrradwerkstatt Trittau, der Runde Tisch Ahrensburg, die Feuerwehr Glinde, die Flüchtlingshilfe Oststeinbek, die Schwestern von der Heiligen Elisabeth in Reinbek sowie als Einzelperson Hella Weiß aus Ammersbek für den Friedenspreis 2018 vorgeschlagen worden.






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