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Brandserie in Hammoor : Polizei nimmt 24-Jährigen fest – er soll Feuerwehrmann sein

vom

Erst am Wochenende brannte es in Hammoor in Stormarn erneut. Ist der mutmaßliche Brandstifter gefasst?

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2015 | 15:30 Uhr

Hammoor | Seit über einem Jahr halten Brandstiftungen die Feuerwehr und Bewohner in Hammoor in Stormarn in Atem: Jetzt hat die Polizei einen 24-jährigen Mann festgenommen. Das teilte sie am Montag mit. Der Verdächtige wurde heute auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck dem Haftrichter vorgeführt. Der Mann soll Mitglied der Wehr Hammoor sein. Das wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck auf Anfrage von shz.de aber weder bestätigen noch dementieren.

Zahlreiche Stroh- und Rundballenlager brannten in der Vergangenheit rund um das 1300-Einwohner-Dorf nieder, am Wochenende setze der Brandstifter sein Werk offenbar an einem historischen Gebäude in der Ortsmitte von Hammoor fort.

Der Hinweis auf den Festgenommenen erhielt die Polizei aufgrund einer Zeugenaussage. Eine Frau hatte einen Mann „in unmittelbar zeitlicher und räumlicher Nähe zum Brandobjekt“ gesehen, wie die Polizei mitteilte.

Gegen 4.30 Uhr am Sonntagmorgen wurden Anwohner auf den Brand aufmerksam, der schnell das gesamte, etwa 300 Jahre alte Reetdachhaus erfasste. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, war aber gegen die sich rasend schnell ausbreitende Feuerbrunst machtlos. Flammen und Funkenflug bedrohten bei der engen Bebauung im Ortskern massiv die umliegenden Häuser. Diese konnten die Einsatzkräfte aber vor den Flammen bewahren. Das Reetdachhaus, welches früher als Räucherei genutzt wurde, brannte allerdings trotz intensiven Innen- und Außenangriffs nahezu bis auf die Grundmauern nieder. Es war derzeit unbewohnt und stand zum Verkauf.

An Zufall glaubte in Hammoor keiner mehr. „Die Leute sind genervt“, berichtete Amtswehrführer Hans Kunde nach dem Einstatz. Denn alle Hoffnungen, dass es mit der Brandserie vorbei sein könnte, lösten sich am 5. und 24. Mai mit dem Brand von über 200 Strohballen und dem Feuer in einer Abriss-Scheune, die aller Wahrscheinlichkeit auf das Konto des Feuerteufels gehen, sprichwörtlich in Rauch auf.

Zuvor war es bis 2014 immer wieder zu ähnlichen Bränden in und um Hammoor gekommen. Trotz intensiver Ermittlungen der Polizei gab es aber bis jetzt keine heiße Spur.

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