A1 bei Bad Oldesloe : Polizei entdeckt sieben kranke Hundewelpen im Kofferraum

Sie sind jetzt im Tierheim untergebracht: Die Hundewelpen, die teils krank im Kofferraum eines Pkw gefunden wurden.  Fotos: Polizei
Sie sind jetzt im Tierheim untergebracht: Die Hundewelpen, die teils krank im Kofferraum eines Pkw gefunden wurden.

Gegen zwei Männer wird ermittelt. Die Hintergründe zu dem Tiertransport sind noch unklar.

shz.de von
06. August 2018, 15:25 Uhr

Bad Oldesloe | Sieben Hundewelpen im Kofferraum eines Pkw eingepfercht – ohne Beleuchtung, ohne Frischluftzufuhr, weder Wasser noch Futter vorhanden. Auch Transportboxen – Fehlanzeige. So fanden Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) am Sonnabendnachmittag die Tiere bei einer Kontrolle eines Pkw auf der Autobahn 1 vor.

Ohne Frischluftzufuhr: Hier mussten die kleinen Tiere ausharren.
Polizei
Ohne Frischluftzufuhr: Hier mussten die kleinen Tiere ausharren.
 

Der BMW mit osteuropäischem Kennzeichen war bereits kurz zuvor von einem Zeugen auf einem Rastplatz der Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern gesehen worden – und wegen der kleinen Hunde aufgefallen, teilte Holger Meier, Sprecher der Polizeidirektion Ratzeburg, am Montag mit. Nach deren Aussagen hätten zwei Männer mehrere Hundewelpen verschiedener Rassen „ausgeführt“. Dabei hätten allerdings auch Wasser und Futter für die Hunde bereit gestanden. Auffällig sei für den Zeugen gewesen, dass die Tiere keine Halsbänder oder Marken trugen, so Meier weiter. Daraufhin habe der Zeuge den Polizeiruf 110 angerufen. Über die Leitstellen Rostock und Lübeck seien dann die Informationen an das Autobahnpolizeirevier Bad Oldesloe weitergegeben worden. Keine Stunde später wurde der Wagen mit polnischem Kennzeichen auf der A1 von den Beamten abgefangen „und zum Revier dirigiert“, so Meier weiter.

Die Hunde seien dann von einer Amtstierärztin untersucht worden – mit auffälligen Ergebnissen: „Die Tierärztin stellte fest, dass einige der Tiere noch keine acht Wochen alt waren und außerdem möglicherweise krank sind“, teilte der Polizeisprecher mit. Somit seien die Hunde in Verwahrung genommen und vorübergehend in einem Tierheim untergebracht worden.

Die Hintergründe zu dem Tiertransport indes sind noch unklar. „Klar ist bislang nur: Fahrtrichtung war Deutschland“, sagte Meier. Gegen die beiden Männer, polnische Staatsangehörige im Alter von 26 und 29 Jahren, sei ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet worden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sind beide Männer nach Zahlung einer so genannten Sicherheitsleistung wieder entlassen worden.

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