Bad Oldesloe : Politische Spaßvögel

Starten voller Tatendrang ins Jahr: Björn Wahnfried, Maria Herrmann und Lars Cornehl
Foto:
1 von 2
Starten voller Tatendrang ins Jahr: Björn Wahnfried, Maria Herrmann und Lars Cornehl

Neujahrsempfang der Oldesloer SPD: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

shz.de von
19. Januar 2015, 06:00 Uhr

Es gibt jede Menge Gründe, der SPD Bad Oldesloe beizutreten – wenn es nach den Sozialdemokraten selbst geht. Wer das nicht so sieht, sollte in Zukunft zwangsverpflichtet werden. Mit dieser – natürlich nicht ernst gemeinten – Forderung bestritt die Kreisstadt-SPD ihren Neujahrsempfang, zu dem rund 100 Gäste kamen.

„Das sind zwar ein paar weniger als im letzten Jahr, aber der städtische Empfang war ja auch schlechter besucht“, zeigte sich Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann „sehr zufrieden“ mit der Resonanz. Gekommen waren hauptsächlich Parteimitglieder und -freunde. Aber auch Vertreter der Linken und der Grünen sowie unterschiedlicher Vereine dabei.

„Wir sind ja wenigstens erwähnt worden. Also alles okay“, scherzte Hartmut Jokisch von den Grünen am Buffet .Apropos scherzen: auch dieses Jahr wechselten die sozialdemokratischen Lokalpolitiker – so gut jeder konnte – in das kabarettistische Fach. Statt dröger Reden mit Ausblicken nahm so der humorige Part den Hauptteil des Empfangs ein. Unter dem Motto „Nicht ohne die SPD“ wurde nicht nur über sich selbst gelacht, sondern auch auf ein echtes Problem hingewiesen: Es fehlt der Partei – wie auch vielen Vereinen – der Nachwuchs. „Immer mehr Arbeit lastet auf immer weniger Schultern“, so Herrmann.

Lars Cornehl stellte gemeinsam mit Hans Herrmann Roden augenzwinkernd und unterhaltsam die unterschiedlichen Werbemittel der SPD von Luftballons bis Feuerzeug vor. Björn Wahnfried und Torben Klöhn priesen die Vorteile der SPD:„Mit Franz Thönnes fahren Sie kostenlos nach Berlin und bekommen eine unerschöpfliche Quelle an Tucholsky-Zitaten.“ Maria Herrmann erklärte anschließend, wie Bad Oldesloe ohne die SPD aus ihrer Sicht wäre: die Schwimmhalle eine Ruine, der Kunstrasenplatz eingezäunt und ein Radhaus am Bahnhof würde es wohl nie geben. Ob sie selbst in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen wird und als Bürgermeisterkandidatin antritt, erwähnte sie nicht. „Kein Kommentar dazu“, sagte sie lachend.

„Ich freue mich, dass so viele Leute zu so einem Empfang kommen. Es ist klar, dass sich die SPD auch etwas selbst feiert. Die Mehrheitsverhältnisse sind halt gerade so. Wäre es andersrum und die CDU würde einen Empfang machen, wäre es da auch so“, zeigte sich Bürgerworthalter Rainer Fehrmann verständnisvoll. Die SPD hatte übrigens Erfolg mit ihren Werbeversuchen. „Zwei neue Mitglieder sind auf dem Empfang beigetreten“, freute sich Maria Herrmann. 

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen