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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 01:15 Uhr

Bargteheide : Politik und geschmierte Brötchen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Seniorenbeirat setzt seine beliebte Frühstücksveranstaltung auch mit der neuen Verwaltungs-Chefin fort. Birte Kruse-Gobrecht warb dabei für mehr Engagement.

Das leidige Thema Straßenverkehr nahm beim Seniorenfrühstück mit Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht breiten Raum ein. Viele der etwa 100 Anwesenden kritisierten Radfahrer, die auf der falschen Straßenseite unterwegs seien, sowie mangelhaft oder gar nicht gestreute Gehwege im Winter. Auch das Radfahren auf der Straßen kommt bei vielen nicht gut an. „In der Wurth wurde ich schon mehrfach von Autospiegeln gestreift“, berichtete eine Seniorin.

„Ich dachte zunächst an einen Schildbürgerstreich, als ich von der Regelung erfuhr“, sagte Birte Kruse-Gobrecht. Das sei aber eine übergeordnete Entscheidung, auf die die Stadt keinen Einfluss habe. Anders sei es bei der Straßenreinigung. Die Kehrfahrzeuge werden oft durch parkende Autos behindert. „Wir haben Schreiben mit den Terminen an die Anwohner geschickt“, so die Bürgermeisterin. Die Verwaltung arbeite an diesem schwierigen Thema.

Als eine Rentnerin vorschlug, die Rathausstraße zwischen 10 und 18 Uhr zur Fußgängerzone umzuwidmen, erntete sie heftiges Raunen aus der Menge. „Ob es dafür eine politische Mehrheit gibt, ist fraglich“, antwortete Birte Kruse-Gobrecht. Eine Einbahnstraßenregelung für die Rathausstraße und den Gegenverkehr über die Theodor-Storm-Straße zu lenken“, lautete ein weiterer Vorschlag.

Ein Dauerbrenner bleiben öffentliche Toiletten auch für Menschen mit Behinderung. Wir haben lange dafür gekämpft“, sagte Reiner Ottersbach vom Seniorenbeirat. Das WC am Markt sei abgebaut worden, weil die notwendigen Reparaturkosten jeden Rahmen gesprengt hätten. Zurzeit gebe es Toiletten, die mit einem Euroschlüssel zugänglich sind, im Stadthaus und im Rathaus. „Ich habe einen solchen Schlüssel“, so ein Teilnehmer, „es fehlen aber die Hinweise. Auch im Internet gibt es keine.“

Kritik gab es auch an den hohen Betreuungskosten für Kinder. „Meine Tochter hat ihr Kind deshalb abgemeldet“, so eine Seniorin. „Wir haben die Standards auf Wunsch der Eltern erhöht und einen Personalschlüssel von eins zu zehn eingeführt“, antwortete die Bürgermeisterin. Das habe der zuständige Ausschuss beschlossen. Grundsätzlich seien hier aber das Land und der Bund in der Pflicht.

So konnte die Bürgermeisterin viele Anregungen und Wünsche aus dieser Runde mitnehmen. Sie setzt mit dem Seniorenfrühstück eine vierjährige Tradition ihres Amtsvorgängers fort. Im Superwahljahr werden Landtag und Bundestag gewählt. „Lassen sie sich von den Meldungen aus den USA nicht bange machen, und vor allem gehen sie wählen“, riet die Bürgermeisterin.
Nach der kurzfristigen Hilfe für die Flüchtlinge gehe es jetzt um deren Integration: „Wir sind auf gutem Weg, die Kulturen zu verbinden.“ Die Stadtentwicklung werde intensiv diskutiert. „Bringen sie sich dabei ein“, lud die Bürgermeisterin zur nächsten Sitzung des Planungsausschusses ein, der morgen Abend wieder tagt.

Ein neues Angebot hat Eberhard Heim, der neu in den Seniorenbeirat gewählt wurde. Ein Lesekreis für Senioren trifft sich erstmals Mittwoch, 10. Mai, um 16 Uhr im Gruppenraum des Ganztagszentrums. „Texte lesen, verstehen und bewerten“, lautet das Motto. Im Mittelpunkt steht das Taschenbuch „Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler. Wer mitmachen möchte, sollte es bis dahin gelesen haben. Anmeldungen unter e.l.heim@web.de entgegen. Die Gruppe ist auf 15 Teilnehmer begrenzt.

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